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Artikel vom Sonntag, 19. August 2018

US-Band Imagine Dragons und Feuerwerk beenden Frequency

Das Frequency-Festival hat am Sonntag bei seiner zehnten Ausgabe in der niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten einen abwechslungsreichen Abschluss verzeichnet, der auf der Bühne musikalisch von der US-Band Imagine Dragons absolviert wurde. Rund 200.000 erwartete Besucher, und damit 60.000 mehr als 2017, lautete die für den Veranstalter erfreuliche Bilanz.

Reynolds präsentierte gestählten Körper Foto: APA

Reynolds präsentierte gestählten Körper Foto: APA

Das Festival, das 2020 das zwanzigste Jubiläum feiern wird, verändert sich weiterhin: Heuer wurden etwa die Cloud-Rapper aus der Halle geholt, nachdem der Weekender Stage im Jahr zuvor mehr als überfüllt war. Und auch die Vertreter des „EDM” (Electronic Dance Music) rückten mehr in den Vordergrund. Veranstalter Harry Jenner sieht hier aber keinen großen Bruch, wie er im Gespräch mit der APA feststellte. „Das ist heuer nicht so neu, und das Schöne ist, dass auch Flogging Molly voll war mit 25.000 Menschen vor der Bühne”, so Jenner.

Ähnliches sei bei den Dropkick Murphys zu vermelden gewesen und heute, Sonntag, bei Papa Roach. Nach 5 Tagen Vollhitze und dadurch geschwächtem Publikum sei es durchaus voll gewesen um 15 Uhr. Daher Jenners Fazit: „Das musikalische Potpourri hat bestens funktioniert”.

Klassische Klänge der Imagine Dragons

Bestens funktioniert hat auch der Auftritt der Imagine Dragons, vor deren Erscheinen klassische Klänge aus den Boxen kamen. Eine bisher ungekannte Ruhe, die nur von vereinzeltem Jubel unterbrochen wurde, war die Folge. Dann kam die erfolgsverwöhnte Band aus Las Vegas und startete mit „Radioactive” und mit der beunruhigenden Textzeile „This is it, the Apocalypse - Whoa). Sänger Dan Reynolds begrüßte in diesem Text auch das New Age. Ausgestattet nur mit schwarzer Sporthose und weißen Socken, was den seit einigen Monaten dank eines Workout-Programms neu gestählten Körper zur Geltung brachte. Laut Klatschpresse übrigens eine Folge davon, dass die Ehe des 30-Jährigen im Frühjahr nach sieben Jahre in die Brüche ging.

Ärger wollten die Imagine Dragons keinen bei ihrem Gig: „Everything: Stress, Discrimination, Politics and Religion - Leave at the door”, bat Reynolds das Publikum, das inzwischen zahlenmäßig wohl nur noch die Hälfte der vergangenen Tage ausgemacht hat. Nächstes Highlight am Programm war der Hit „Whatever It Takes”, zu dem Reynolds beim Trommeln half. Insgesamt steht die Band für ein Schaffen, das Synthie-Poprock mit Optimismus und ein wenig Esoterik verbindet. Reynolds soulige Stimme gibt dem Ganzen das gewisse Etwas, und Songs mit Wiedererkennungswert, wie das rockige „Natural”, machen daraus wohl den Erfolg.

Veranstalter Jenner fasste das bunte Programm, das bis dahin geboten wurde, zuvor so zusammen: „Die Jugend will das, geben wir es ihr”. Nächstes Jahr ist jedenfalls das 19. Jahr am Spielplan, Early Birds-Tickets gibt es bereits am Montag zu erstehen.

apa