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Artikel vom Freitag, 31. August 2018

Streit in Schwedischer Akademie nicht beigelegt

Der Streit in der Schwedischen Akademie, die den Literaturnobelpreis vergibt, geht weiter. Die Mitglieder Sara Danius und Peter Englund dementierten am Freitag, dass sie in die Akademie zurückkehren wollten, um die Wahl neuer Mitglieder möglich zu machen.

Die schwedische Akademie ist  laut einzelner Mitglieder nicht richtig mit Belästigungs- und Korruptionsvorwürfen umgegangen.

Die schwedische Akademie ist laut einzelner Mitglieder nicht richtig mit Belästigungs- und Korruptionsvorwürfen umgegangen.

In der Tageszeitung „Svenska Dagbladet“ hatte der Schriftsteller Kjell Espmark am Donnerstag berichtet, er sowie Danius und Englund würden ihre Arbeit wieder aufnehmen. Auf Facebook schrieb Danius: „Die Informationen sind falsch. Zurzeit habe ich keine solche Pläne.“ Englund schrieb auf Instagram: „Ich habe derzeit keine Pläne, zur Arbeit zurückzukehren und werde auch nicht an Versammlungen teilnehmen.“

Die 3 waren im April aus Empörung über den Umgang der Akademie mit einem Belästigungs- und Korruptionsskandal zurückgetreten. Der Mann eines Akademiemitglieds ist wegen Vergewaltigung angeklagt. Nur 9 der 18 auf Lebenszeit gewählten Mitglieder waren vor der Sommerpause aktiv. Die Statuten schreiben vor, dass eine Gruppe von 12 Mitgliedern benötigt wird, um neue Mitglieder zu wählen. Die Vergabe des Literaturnobelpreises für dieses Jahr war abgesagt worden.

Dagegen will eine neugegründete Akademie mit Mitteln des Crowdfundings im Oktober einen alternativen Literaturpreis vergeben.

dpa