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Artikel vom Freitag, 7. September 2018

Alexander Pereira wirbt um Mandatsverlängerung an der Scala

Alexander Pereira will auch nach Ende seiner noch bis 2020 laufenden Amtszeit Intendant der Mailänder Scala bleiben.

Alexander Pereira will weiter in der Scala arbeiten.

Alexander Pereira will weiter in der Scala arbeiten. - Foto: APA

„Pereira hat seinen Willen ausgedrückt, seine Arbeit fortzusetzen und ist einer der Kandidaten im Rennen um die Scala-Führung“, berichtete der Mailänder Bürgermeister und Präsident des Theaters, Giuseppe Sala.

Die Scala will eine Head Hunter-Gesellschaft beauftragen, die Kandidaten für den Posten des Scala-Intendanten zu prüfen. Diese wird vor Weihnachten dem Scala-Aufsichtsrat dann eine Liste vorlegen, teilte Sala nach Angaben der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ (Freitagsausgabe) mit.

Der Aufsichtsrat beschloss eine Statutenänderung, wonach der Name des neuen Intendanten bereits drei Jahre vor Ende des Mandats seines Vorgängers bekanntgegeben werden kann.

„Bei der künstlerischen Planung unterzeichnet man Verträge mit Dirigenten und Sänger drei Jahre im Voraus. Die Gefahr ist, dass ein neuer Intendant alles vorgeplant vorfindet. Daher führen wir die Position des designierten Intendanten ein, der drei Jahre im Voraus mit seinem Nachfolger zusammenarbeitet“, berichtet Sala.

Laut „Corriere della Sera“ muss sich Pereira mit Konkurrenz auseinandersetzen. Als möglicher neuer Scala-Intendant sei Carlo Fuortes im Rennen, der die Opera di Roma leitet und das Opernhaus saniert hat. Als Alternative gilt der Intendant des Fenice-Theaters in Venedig, Fortunato Ortombina, der bereits als Koordinator für die künstlerische Leitung an der Scala im Einsatz war. Als ausländischer Kandidat wird Serge Danny, seit 2003 Leiter der Opera National de Lyon, gehandelt.

apa