Startseite » Politik im Überblick » Landtagswahlen 2018

Artikel vom Mittwoch, 24. Oktober 2018

Der neue Landtag: Wieder weniger Frauen

Die Zeiten, als nur 3, 4 oder gar nur eine Frau im Landtag vertreten waren, liegen zwar weit zurück, dennoch kann von einer annähernd repräsentativen Vertretung der Geschlechter noch keine Rede sein: 9 Frauen haben es in den Landtag geschafft. Die 2 bestgewählten Frauen sind mit Waltraud Deeg und Maria Kuenzer bewährte Politikerinnen.

Foto: shutterstock

An einem kann es nicht gelegen haben: am Angebot. Auch dank Frauenquote standen „wirklich viele tolle Kandidatinnen“ bei der Landtagswahl zur Auswahl, sagt Ulrike Oberhammer, die Präsidentin des Landesbeirates für Chancengleichheit, die auf der SVP-Liste kandidiert hat – und es nicht in den Landtag geschafft hat.

„Ich sehe es bei mir selbst: Dort, wo ich bei öffentlichen Veranstaltungen und Diskussionen dabei war, habe ich Stimmen geholt. Nur ist es leider so, dass bei sehr vielen derartigen Veranstaltungen von den Parteien vorwiegend Männer geschickt werden, sie bekommen also die Sichtbarkeit, und das sieht man dann im Wahlergebnis“, erklärt sie.

„Es fehlt an Sichtbarkeit und Bekanntheit“

Den Frauen fehle es also in erster Linie an Sichtbarkeit und an Bekanntheit, wie auch SVP-Frauenchefin Renate Gebhard in einer ersten Analyse festgestellt hat. Deshalb sind auch die meistgewählten Frauen im Landtag keine unbekannten Gesichter: Mit knapp 17.000 Stimmen führt Landesrätin Waltraud Deeg die Frauschaft im Landtag an, gefolgt von Bäuerinnen-Vertreterin Maria Kuenzer, die zum dritten Mal zur Wahl stand und 9456 Stimmen erzielte, der Frontfrau der Freiheitlichen, Ulli Mair, die zwar massiv Stimmen verloren hat, mit über 9000 Stimmen aber immer noch Platz 3 im Frauen-Ranking erreicht und der Grünen Brigitte Foppa mit 6997 Stimmen. Auf Platz 4 folgt mit Jasmin Ladurner eine junge Quereinsteigerin, die von ihrer Partei, der SVP, ordentlich gepusht worden ist.

Eine Beobachtung gibt Oberhammer auch in ihrer Funktion als Beiratspräsidentin zu denken: „Bei den politischen Veranstaltungen saßen fast nur Männer im Publikum. Ich frage mich, wie wir die Frauen erreichen können.“ Und natürlich sei es wichtig, dass Frauen mehr zugetraut wird und Männer und Frauen beide Geschlechter wählen. „Toll wäre eine dritte Frau in der Landesregierung gewesen. Die Chance war da“, sagt Oberhammer.

„Politik ist bewusste Lebensentscheidung“

Dass mehr Frauen in die Politik gehören, findet auch Waltraud Deeg. „Das tut einem politischen Gremium gut, zumal es die Gesellschaft widerspiegeln soll“, sagt sie. Politik schrecke aber oft ab. „Da herrscht oft ein raues Klima. Das tun sich Frauen neben Beruf, Familie und Haushalt nicht gerne an.“ Machbar sei es aber.

„Politik ist eine bewusste Lebensentscheidung und ist in meinem Fall partnerschaftlich getroffen worden. Wenn der eine weniger daheim ist, muss der andere mehr einspringen, dann geht es“, sagt Deeg.

D/wib

Josef Troger, Leifers

Leider Fakten !

27.10.2018 12:45 Uhr

Melden

Hermann Santer, Hafling

@Josef Troger, Leifers Vielleicht wäre es angebracht gewesen Ihren Beitrag als Ironie zu kennzeichnen. ;-)) Um zu vermeiden, dass es als Ihre Meinung aufgefasst wird. Ist auch nicht Ihre Meinung, oder?!

24.10.2018 14:18 Uhr

Melden

Josef Troger, Leifers

Ganz einfach, der Großteil der Frauen, laufen lieber hinter dem Manne her ! Speziell in einer konservativen Gesellschaft, wird es ihnen schon in der "Religionsstunde" (von klein auf) beigebracht, dass die Frau aus der "Rippe" des Mannes entstand ! Wie schon der Papst Benedikt XVI wissen ließ, eine Frau kann dem Mann niemals übergeordnet sein !

24.10.2018 13:31 Uhr

Melden

3 Kommentare