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Artikel vom Freitag, 15. März 2019

London will Verschiebung des EU-Austritts erreichen

Das britische Parlament hat den Weg für eine Verschiebung des EU-Austritts Großbritanniens geebnet: Rund 2 Wochen vor dem geplanten Brexit sprach sich das Unterhaus in London am Donnerstagabend mit klarer Mehrheit für eine Verlängerung der Frist und eine dritte Abstimmung über den Austrittsvertrag mit der EU aus.

413 Abgeordnete stimmten dafür, 202 dagegen Foto: APA (AFP)

413 Abgeordnete stimmten dafür, 202 dagegen Foto: APA (AFP)

Damit könnte sich der für den 29. März geplante Austritt um mehrere Monate verschieben. Ein zweites Brexit-Referendum lehnten die Parlamentarier fürs Erste jedoch ab.

413 Abgeordnete stellten sich am Donnerstag hinter den Antrag der Regierung, der vorsieht, bei der EU einen Aufschub des Brexit-Termins um mindestens 3 Monate zu beantragen. 202 Parlamentarier votierten dagegen.

Nach mehreren Abstimmungsniederlagen im Unterhaus bedeutete das Votum einen Etappensieg für Premierministerin Theresa May, obwohl ihr erneut eine Mehrheit der Abgeordneten ihrer Konservativen Partei die Gefolgschaft verweigerte und auch sieben Kabinettsmitglieder gegen ihre Vorlage stimmten.

May will das mit Brüssel ausgehandelte Abkommen zum EU-Austritt, das die Abgeordneten bereits zweimal abgelehnt haben, nun bis zum kommenden Mittwoch erneut im Unterhaus zur Abstimmung stellen. Am Donnerstag und Freitag kommender Woche findet der nächste EU-Gipfel statt.

apa/dpa/ag.