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Artikel vom Freitag, 19. April 2019

Reisen: Mit dem Auto ins EU-Ausland

Wer zu Ostern einen Urlaub mit dem Auto plant, sollte sich im Vorfeld gut über die Mautbestimmungen und Umweltzonen seines Reiselandes informieren. Denn die Regelungen und Bezahlsysteme unterscheiden sich in Europa sehr. Verstöße werden drastisch geahndet. Davor warnt das Europäische Verbraucherzentrum in Bozen.

Wer zu Ostern einen Urlaub mit dem Auto plant, sollte sich im Vorfeld gut über die Mautbestimmungen und Umweltzonen seines Reiselandes informieren.

Wer zu Ostern einen Urlaub mit dem Auto plant, sollte sich im Vorfeld gut über die Mautbestimmungen und Umweltzonen seines Reiselandes informieren. - Foto: shutterstock

Autobahnen und Schnellstraßen

Verlangt wird in vielen Ländern eine streckenbezogene Maut, die beim Ein- oder Ausfahren an der Mautstation gezahlt wird (zum Beispiel in Frankreich, Italien oder Griechenland). In anderen Staaten benötigen Autofahrer eine Vignette, entweder zum Kleben für die Windschutzscheibe oder digital (Österreich, Tschechien und Bulgarien).

An den vollautomatisierten Mautstationen in Norwegen wird ein Foto vom Kennzeichen gemacht. Fahrzeughalter erhalten anschließend eine Rechnung zugesandt. Alternativ kann ein Chip gekauft werden. Auch die Benutzung von Brücken und Tunnel kann extra kosten.

City-Maut

Einige Innenstadtbereiche Europas sind gebührenpflichtig; in Italien zum Beispiel in Mailand, Bologna und Palermo. Zu bestimmten Zeiten muss hier ein Ticket gekauft und aktiviert werden. In Schweden wird in Stockholm und Göteborg die Maut automatisch erhoben, sobald das Fahrzeug eine Kontrollstation passiert. Die Rechnung erhält der Fahrzeughalter per Post. 

Gleiches gilt in zahlreichen Städten Norwegens. Großbritannien verlangt werktags für bestimmte Bereiche Londons eine City-Maut.

Umweltzonen

Um gegen die Luftverschmutzung anzukämpfen, haben zahlreiche europäische Städte zudem Fahrverbote eingerichtet. Ein besonderes Ärgernis sind in Italien die „Zona a traffico limitato“. Diese nur für Anwohner vorbehaltene Zone ist für fremde Fahrzeuge zu bestimmten Zeiten tabu. Jedes Hinein- und Hinausfahren wird von Kameras erfasst. Wer Pech hat, bekommt also gleich mehrere Bußgeldbescheide.

In Frankreich wird die Plakette „Crit’Air“ immer häufiger benötigt, je nach Stadt ganzjährig oder nur bei Feinstaubalarm. In Belgien müssen Autofahrer ihr Fahrzeug online registrieren lassen – für die Umweltzonen in Brüssel und in Antwerpen. Gleiches gilt unter anderem für Wohnmobilfahrer in der Lower Emission Zone (LEZ) in London.

In den Niederlanden haben in Rotterdam, Utrecht und Arnheim ältere Diesel-Autos das Nachsehen.

Zufahrtsbeschränkungen gibt es außerdem in Lissabon und Madrid.

stol