Startseite » PR Tipps und Events

Artikel vom Montag, 20. Mai 2019

Schlanders: „Der Kreis“ inszeniert ein Plädoyer gegen den Krieg

Der Vinschgau macht wieder Theater: Am Freitag, 24. Mai, feierte das Stück „Lysistrata“ Premiere.

Foto: Röggla

Foto: Röggla

„Und als der nächste Krieg begann, da sagten die Frauen: Nein!“- so wie es Erich Kästner in seinem „Fantasie von Übermorgen“ ausdrückt, so geschieht es in der antiken aristophanischen Komödie „Lysistrata“.

Um 411 v. Chr. bekriegen sich Spartaner und Athener bereits seit über 20 Jahren, ein Niederlegen der Waffen scheint nicht in Sicht. Um der griechischen Bevölkerung, allen voran seinen Mitbürgern in Athen, die Irrsinnigkeit des Krieges vor Augen zu führen, bringt Komödiendichter Aristophanes eine Hommage an den Frieden hervor. In seiner jedoch stets couragierten Kritik an den damaligen politischen Gegebenheiten, geht er einen unkonventionellen Weg. So gibt er einer der damals untersten gesellschaftlichen Schicht im patriarchalischen Griechenland das Zepter in die Hand: den Frauen. Letztere haben den Krieg satt und greifen, angeführt von Lysistrata, zu einer radikalen, aber der ihnen einzigen verfügbaren und wirkungsvollen Maßnahme - sie verweigern sich den Männern solange, bis diese endlich Frieden schließen.

Der Wahlmünchner Regisseur Christoph Brück inszeniert mit der Komödie sein viertes Stück mit den Vinschger Amateuren von „Der Kreis – Theater im Vinschgau“.

Mit „Lysistrata“ bringt er ein zweieinhalbtausend Jahre altes Stück auf die Bühne, dessen Thematik jedoch nicht aktueller oder zeitloser sein könnte. Gespielt wird vom 24. Mai bis 09. Juni im Karl Schönherr Saal in Schlanders.

STOL war bei der Premiere on Tour und zeigt die besten Bilder.