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Artikel vom Sonntag, 16. Juni 2019

Dolomiten UNESCO: 2. Terrasse mit Blick auf das Welterbe

Am Sonntag wurde die zweite Welterbeterrasse in Südtirol auf der Mastlé-Alm nahe der Col-Raiser-Bahn in St. Christina/Gröden im Rahmen der Feierlichkeiten zu 10 Jahre Dolomiten UNESCO Welterbe offiziell eröffnet.

Inmitten der einzigartigen Dolomiten wurde am Sonntag die Dolomiten UNESCO Welterbeterrasse Mastle -St. Christina Gröden eröffnet. - Foto: Stiftung Dolomiten UNESCO

Inmitten der einzigartigen Dolomiten wurde am Sonntag die Dolomiten UNESCO Welterbeterrasse Mastle -St. Christina Gröden eröffnet. - Foto: Stiftung Dolomiten UNESCO

So wie es sich beim Dolomiten UNESCO Welterbe um ein „serielles“ Erbe handle – die 9 Teilgebiete hängen zwar nicht zusammen, stehen aber jeweils für einen bestimmten geologischen-landschaftlichen Aspekt der Dolomiten –, so sei es auch Ziel der Welterbeterrassen, die jeweiligen Besonderheiten der Teilgebiete sicht- und erlebbar zu machen, erklärte Marcella Morandini, die Direktorin der Stiftung Dolomiten UNESCO, bei der Eröffnung.

Das Gesamtkonzept sehe mehrere Terrassen an ausgewählten Aussichtspunkten in allen fünf Provinzen des Welterbegebiets vor. 

Auf 2200 Meter Seehöhe, oberhalb der Bergstation der Col-Raiser-Bahn entlang eines stark begangenen Wanderwegs gelegen, sei die Terrasse auf der Mastlé-Alm „beispielgebend“, erklärte Landesräting Maria Hochgruber Kuenzer. 

Erste Welterbeterrasse 2015 am Strudelkopf in Toblach

Die Welterbeterrasse Mastlé ist die zweite ihrer Art in Südtirol. 2015 war unter der Leitung der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung am Strudelkopf in der Gemeinde Toblach die erste Dolomiten UNESCO Welterbeterrasse nicht nur für Südtirol, sondern für das gesamte Welterbegebiet entstanden.

Den Prototyp hierfür hatten Messner Architects (David und Verena Messner) zusammen mit ihrem nunmehr gestorbenen Vater Franz Messner entwickelt.

„Die Umsetzung aller weiteren Terrassen erfolgt nach dem gleichen architektonischen Standard“, erklärt Stiftungsdirektorin Morandini. Neben jener am Strudelkopf und auf Mastlé in Südtirol gibt es im Trentino zwei bereits fertig gestellte Welterbeterrassen: Eine im Naturpark Paneveggio-Pale di San Martino, Örtlichkeit Tognola und eine im Naturpark Adamello-Brenta, Örtlichkeit Ritort. Im Belluno hingegen befinden sich drei Terrassen in Umsetzung, und zwar in den Örtlichkeiten Nevegal, Monte Rite und Monte Agudo.

Bei der Realisierung der Welterbeterrasse Mastlé sei auf eine nachhaltige Bauweise geachtet worden, erklärten David und Verena Messner, die für Planung und Bauleitung der Terrasse verantwortlich zeichnen. „Angesichts des äußerst sensiblen Kontextes wollten wir eine Struktur schaffen, die eng mit der alpinen Umgebung verwoben ist. Daher wurde die Struktur aus Stahl und vor Ort vorkommenden Steinen errichtet, die Terrasse ist somit rückbaubar“, so die Architekten.

10 Jahre Dolomiten UNESCO Welterbe

Die offizielle Eröffnung der Welterbeterrasse Mastlé St. Christina/Gröden fand im Rahmen der Feierlichkeiten zu 10 Jahre Dolomiten UNESCO Welterbe statt. Im Juni 2009 waren neun Teilgebiete der Dolomiten aufgrund der Einzigartigkeit ihrer landschaftlichen Schönheit sowie ihrer geomorphologischen und geologischen Bedeutung von der UNESCO zum Welterbe ernannt worden.

Die Gebiete erstrecken sich über die Autonomen Provinzen Bozen und Trient, Belluno (Region Veneto) sowie Pordenone und Udine (Region Friuli Venezia Giulia). In Südtirol sind die Naturparks Drei Zinnen, Fanes-Sennes-Prags, Puez-Geisler, Schlern-Rosengarten, der Gebirgsstock Latemar und das Naturdenkmal Bletterbach Teil des Welterbes.

lpa