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Artikel vom Montag, 17. Juni 2019

Rettungsschiff „Sea Watch 3“ darf nicht in italienische Gewässer

Das Rettungsschiff der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch harrt weiter mit 43 Migranten an Bord vor italienischen Gewässern im Mittelmeer aus. „Die Menschen sehen 24 Stunden am Tag nur Wasser, und es bewegt sich nichts, das ist psychisch extrem belastend, retraumatisierend“, sagte Sea-Watch-Sprecher Ruben Neugebauer am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Die „Sea-Watch 3“ darf weder in einen italienischen Hafen noch in die Hoheitsgewässer des Landes einlaufen. - Foto: Sea Watch/Twitter

Die „Sea-Watch 3“ darf weder in einen italienischen Hafen noch in die Hoheitsgewässer des Landes einlaufen. - Foto: Sea Watch/Twitter

Die „Sea-Watch 3“ darf weder in einen italienischen Hafen noch in die Hoheitsgewässer des Landes einlaufen. Am Samstag gestattete Innenminister Matteo Salvini zehn Migranten, in Italien an Land zu gehen. Dabei handelte es sich um Kranke und Familien mit Kindern. Mehrere deutsche Städte haben sich bereit erklärt, Migranten aufzunehmen. In der Sache entscheidet jedoch der Bund.

Einer der 43 geretteten Migranten, die seit sechs Tagen an Bord auf die Landung warten, hat einen Appell an den deutschen Innenminister Horst Seehofer gerichtet. „Bitte denken Sie an das Leben, das wir führen. Es ist unmenschlich, Personen im Meer sterben zu lassen“, so der junge Mann, dessen Appell von Sea-Watch auf Twitter veröffentlicht wurde.

„Wer uns rettet, ist kein Krimineller“

„Wer uns rettet, ist kein Krimineller: Wir sind alle Kinder desselben Gottes. Wir sollten zusammen als Freunde, als Geschwister leben. Auch wir haben Recht auf Freiheit, wie alle anderen Menschen“, sagte der afrikanische Migrant, der laut der NGO Herman heißt, in dem Video. „Statt nach Libyen zurückzukehren, würde ich lieber sterben. Ich würde lieber sterben, als wieder gefoltert zu werden. Wer würde nicht in seinem Leben frei sein wollen? Wer will sein ganzes Leben lang leiden? Wir haben nicht gewählt, uns in dieser Lage zu befinden“, so der Mann weiter.

Sea-Watch hatte vergangenen Mittwoch insgesamt 53 Menschen von einem Schlauchboot vor Libyen gerettet. Seit Antritt der populistischen Regierung in Rom vor einem Jahr hat es nach Rettungseinsätzen mehrfach Blockaden von Schiffen gegeben. Vergangene Woche verabschiedete das Kabinett in Rom zudem ein Dekret, wonach Nichtregierungsorganisationen bei unerlaubter Einfahrt in einen Hafen Strafen zwischen 10.000 und 50.000 Euro riskieren.

8 Menschen vor türkischen Westküste ums Leben gekommen

Unterdessen sind einem Medienbericht zufolge mindestens acht Menschen beim Untergang eines Flüchtlingsboots vor der türkischen Westküste ums Leben gekommen. Ein Suchtrupp der Küstenwache habe die Leichen am Montag gefunden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Insgesamt seien 40 Menschen an Bord des gekenterten Boots gewesen, 31 seien gerettet worden.

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Zahlreiche Migranten, die vor Kriegen und Armut im Nahen und Mittleren Osten oder in Afrika fliehen, versuchen, über die Türkei in die Europäischen Union zu gelangen. Dabei kommt es immer wieder zu Unglücken, bei denen Menschen ertrinken.

dpa

Monika Thum, München

Wenn man liest, was die Leute schreiben, wird klar, dass nur Wenige verstanden haben dass das keine Rettung ist. Die Migranten lassen sich von Seawatch abholen und bezahlen dafür viel Geld. Das Rettung zu heißen, ist kriminell. Ich bin für Euren Salvini und hoffe, dass er er Seawatch zur Kasse bittet.

17.06.2019 13:33 Uhr

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