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Artikel vom Mittwoch, 19. Juni 2019

Iran verlängert 60-Tages-Frist zu Atomabkommen nicht

Der Iran wird einem Medienbericht zufolge sein im Atomstreit gestelltes Ultimatum nicht verlängern und notfalls weitere Verpflichtungen aus dem internationalen Nuklearabkommen aufgeben.

Der Iran verlängert die Atomabkommensfrist nicht. - Foto: shutterstock

Der Iran verlängert die Atomabkommensfrist nicht. - Foto: shutterstock - Foto: shutterstock

Die den verbliebenen Vertragspartnern gesetzte Frist von 60 Tagen könne nicht ausgedehnt werden, zitierte die Nachrichtenagentur Tasnim am Mittwoch den Sprecher der Iranischen Atomenergiebehörde, Behrouz Kamalvandi. Sie läuft am 8. Juli aus. Die zweite Phase werde wie geplant eingeleitet, sagte Kamalvandi.

Am 8. Mai und damit genau ein Jahr nach der Aufkündigung des internationalen Atomabkommens durch die USA hatte der Iran einige seiner Verpflichtungen aus der Vereinbarung von 2015 ausgesetzt. Zugleich stellte der Iran den fünf verbliebenen Partnern Deutschland, Großbritannien, Frankreich, China und Russland ein 60-tägiges Ultimatum zur Umsetzung ihrer Zusagen, die Öl- und Bankensektoren des Iran vor US-Sanktionen zu schützen.

Anderenfalls will der Iran auch die Anreicherung von Uran auf einen höheren als in dem Abkommen erlaubten Grad hinaus wieder aufnehmen.

apa/reuters