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Artikel vom Mittwoch, 19. Juni 2019

Urlauber-Mobilität: Flächendeckende Gäste-Card entwickeln

Die Tourismusvereine sollten sich möglich auf eine uniforme und flächendeckende Karte einigen, die dann mit verschiedenen zusätzlichen Leistungen ergänzt werden kann, unterstrich Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider im Gespräch mit den Gemeinde- und Tourismusvertretern von Bozen, Eppan, Kaltern und Tramin am Mittwoch in Bozen.

Mit Gäste-Cards haben die Orte an der Weinstraße in den vergangenen Jahren den Urlaubern Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln schmackhaft gemacht, um den Verkehr zu verringern.

Mit Gäste-Cards haben die Orte an der Weinstraße in den vergangenen Jahren den Urlaubern Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln schmackhaft gemacht, um den Verkehr zu verringern. - Foto: STOL

Die Tourismusdelegation und die Gemeindenvertreter berichteten dem Landesrat über die aktuelle Situation und unterstrichen, dass das Verkehrsaufkommen viel zu hoch sei. Mit Gäste-Cards haben die Orte an der Weinstraße in den vergangenen Jahren den Urlaubern Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln schmackhaft gemacht, um den Verkehr zu verringern. Die Karten beinhalten auch andere Leistungen wie verbilligte Besuche in den Museen, Weinlokalen oder Schwimmbädern. Nun wollen die Touristiker die aktuellen Mobilitätskartenüberarbeiten.

Spielräume für Zusatzangebote bieten

„Es ist wichtig, dass wir Lösungen finden, die auf der einen Seite für ganz Südtirol gut gehen, flächendeckend unterstützt werden und die auf der anderen Seite Spielräume für Zusatzleistungen bieten“, erklärte der Landesrat. „Dass in Südtirol die öffentlichen Verkehrsmittel auch für Urlaubsgäste gut nutzbar sind, ist eine tolle Botschaft, mit der sich das Land als Urlaubsdestination präsentieren kann und es ist ein Markenzeichen“, betonte Alfreider. Natürlich sei das Angebot im öffentlichen Personennahverkehr in Bozen und Überetsch zu potenzieren, dazu müsse dieser finanzierbar gemacht werden und dann sei sicher zu stellen, dass die öffentlichen Verkehrsmittel genutzt werden, sagte der Landesrat.

Eine Arbeitsgruppe soll in Absprache mit den Ämtern nun einen Entwurf für eine Mobilitätskarte für das Überetsch entwickeln, die flächendeckend Sinn macht und diese dann umsetzen, wurde beim Treffen vereinbart. Die Tarife für die Gästekarten werden laut Landesrat ab 2020 etwas steigen, aber je mehr Tourismusorganisation sich beteiligen, desto weniger fällt dies ins Gewicht.

Plattform für Mobilität anbieten

Für die Zukunft sei es besonders wichtig, eine neue digitale Drehscheibe, eine Plattform für Mobilität anzubieten, über die Bürger in Südtirol und Urlaubsgäste verschiedene Formen von Mobilität suchen, buchen, bezahlen und schlussendlich nutzen können, hob Alfreider hervor.

Beim Treffen anwesend waren der Bozener Bürgermeister Renzo Caramaschi, die Bozner Stadträtin Maria Laura Lorenzini, der Direktor Tourismusvereins (TV) Tramin Thomas Haberer, die Präsidentin des TV Eppan Evelyn Falser, der Direktor des TV Eppan Thomas Rauch, der Präsident der Südtiroler Weinstraße Manfred Vescoli, die Direktorin des TV Kaltern Sarah Filippi, der Präsident des TV Kaltern Sighard Rainer, der Bürgermeister von Eppan Wilfried Trettel, der Präsident des TV Tramin Stephan Calliari, die Direktorin der Landesabteilung Mobilität Giovanna Valentini und Doris Bacher vom Amt für Personennahverkehr.

Foto: lpa

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