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Artikel vom Mittwoch, 26. Juni 2019

Ibiza-Affäre: Beschuldigter verhandlungsunfähig

Das Schöffenverfahren wegen Verleumdung und weiterer Delikte gegen jenen Sicherheitsberater, der den Begleiter der angeblichen Oligarchen-Nichte im Ibiza-Video ausgebildet haben will, wird erst im Herbst am Landesgericht Krems stattfinden. Der Beschuldigte sei verhandlungsunfähig und im Universitätsklinikum Tulln stationär aufgenommen worden, teilte Gerichtssprecher Ferdinand Schuster mit.

Die türkis-blaue Regierung stolperte über die Ibiza-Affäre Foto: APA (SPIEGEL/SÜDDEUTSCHE ZEITUNG)

Die türkis-blaue Regierung stolperte über die Ibiza-Affäre Foto: APA (SPIEGEL/SÜDDEUTSCHE ZEITUNG)

Im Spital befinde sich der Verdächtige „krankheitsbedingt”, sagte der Sprecher. Ein genauer Termin für den Prozessbeginn im Herbst müsse erst festgelegt werden, betonte Schuster.

Damit verschiebt sich auch die für Mittwochnachmittag geplante Zeugeneinvernahme jenes Wiener Detektivs, der sich auf Ibiza mit den beiden ehemaligen FPÖ-Politikern Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus getroffen haben soll, auf unbestimmte Zeit. Der Mann sollte via Video-Schaltung aussagen.

Nachdem der angeklagte Sicherheitsberater am Mittwoch um 9.00 Uhr nicht bei Gericht erschien, hieß es zunächst, er halte sich wegen einer „psychischen Erkrankung” im Universitätsklinikum Krems auf. Später wurde nach Angaben der vorsitzenden Richterin eruiert, dass der Beschuldigte 2,9 Promille Alkohol im Blut hatte und in das Universitätsklinikum Tulln überstellt wurde. Der Prozessstart wurde daraufhin verschoben und ein Beginn für Donnerstagfrüh in Aussicht gestellt. Nun soll die Verhandlung erst im Herbst über die Bühne gehen.

apa