Asyl

Für NGOs sind die Zustände in Kara Tepe 2 "menschenunwürdig".
Politik  »  Griechenland

Flüchtlings-Vorzeigecamp auf Lesbos wird geschlossen

Das oft als Vorzeigemodell bezeichnete Flüchtlingscamp Kara Tepe 1 auf der griechischen Insel Lesbos wird geschlossen. Nächste Woche sollen die Bewohner des unter lokaler Verwaltung stehenden Camps nach Angaben von Hilfsorganisationen und lokaler Medien übersiedelt werden - großteils in das viel kritisierte und schon jetzt überfüllte improvisierte Flüchtlingscamp Kara Tepe 2.

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Lega-Chef Salvini soll Prozess gemacht werden.
Politik  »  Italien

Prozess gegen Lega-Chef Salvini beschlossen

Ein Gericht der sizilianischen Stadt Palermo hat am Samstag die Eröffnung eines Prozesses gegen den Chef der rechten Regierungspartei Lega, Matteo Salvini, wegen seiner Anti-Migrationspolitik beschlossen. Dem früheren Innenminister wird Freiheitsberaubung und Amtsmissbrauch vorgeworfen. Im August 2019 hatte Salvini das private spanische Rettungsschiff „Open Arms“ mit rund 150 Migranten an Bord längere Zeit auf dem Meer blockiert.

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Im vergangenen Jahr starben nach offiziellen Angaben 1200 Menschen beim Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen.
Politik  »  Migration

270 Migranten im Mittelmeer in Lebensgefahr

Auf 3 im Mittelmeer treibenden Flüchtlingsbooten befinden sich nach Angaben von Aktivisten rund 270 Menschen in Lebensgefahr. Vorbeifahrende Handelsschiffe hätten die Hilfe verweigert, erklärte am Samstag die Organisation Alarm Phone, die Anrufe von Flüchtlingen in Seenot entgegennimmt. Die Situation der Migranten sei lebensbedrohlich. „Sie wurden alle vor vielen Stunden auf See aufgegeben und drohen zu ertrinken.“

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Die EU und Griechenland haben zugesichert, auf Lesbos und auch den anderen griechischen Flüchtlingsinseln schnell angemessene Lager zu errichten.
Politik  »  Flüchtlinge

Neues Camp in Lesbos soll bis Winter fertig sein

Das geplante Flüchtlingscamp auf der griechischen Insel Lesbos soll im nächsten Winter aufnahmebereit sein. „Der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest, aber im kommenden Winter wird es kein solches Camp mehr geben wie derzeit“, sagte der griechische Migrationsminister Notis Mitarakis am Montag bei einem Besuch des bestehenden Camps auf Lesbos, gemeinsam mit EU-Innenkommissarin Ylva Johansson.

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Die derzeitige Situation auf Lesbos sei unerträglich und nicht menschenwürdig.
Politik  »  Migration

Corona legt SOS-Kinderdorf-Projekt auf Lesbos quasi lahm

Das von der österreichischen Bundesregierung finanzierte Projekt einer SOS-Kinderdorf-Betreuungsstätte für geflüchtete Kinder auf Lesbos muss erneut einen Rückschlag hinnehmen. Corona-bedingt liegt die Betreuung der Kinder auf Eis, derzeit darf niemand das Camp Kara Tepe II auf der griechischen Ägäis-Insel verlassen. Das Angebot, 50 bis 100 Kinder in Österreich unterzubringen, sei aber noch immer aufrecht, wie SOS-Kinderdorf am Montag bekräftigte.

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Syrer hatten mit 84 Prozent die höchste Anerkennungsrate.
Politik  »  Migration

Starker Rückgang: Asylanträge in EU auf Niveau von 2013

Die Anzahl der in der Europäischen Union gestellten Asylanträge ist im vergangenen Jahr massiv gesunken. Der Rückgang betrug in der EU plus Norwegen und Schweiz gegenüber dem Vorjahr 31 Prozent und erreichte damit den niedrigsten Stand seit 2013, wie die EU-Asylagentur EASO am Donnerstag mitteilte. Der Hauptgrund dafür seien die im Rahmen der Coronavirus-Pandemie eingeführten Reisebeschränkungen. Die Anerkennungsquote blieb unterdessen im Jahresvergleich stabil.

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Dies bedeute aber nicht, dass die US-Grenze offen sei, so Blinken.
Politik  »  Außenpolitik

US-Regierung setzt umstrittene Migrationsabkommen aus

Die US-Regierung unter Präsident Joe Biden hat umstrittene Migrationsabkommen mit den mittelamerikanischen Ländern Guatemala, Honduras und El Salvador offiziell gestoppt. US-Außenminister Antony Blinken teilte am Samstag (Ortszeit) mit, die Vereinbarungen seien zunächst ausgesetzt. Der Prozess, sie nach Ablauf der dafür vorgesehenen Fisten komplett zu beenden, sei bereits eingeleitet. Blinken hielt jedoch fest: „Diese Schritte bedeuten nicht, dass die US-Grenze offen ist.“

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Rettungsschiff Ocean Viking fordert sicheren Hafen.
Politik  »  Flüchtlinge

8 Corona-Infizierte an Bord der Ocean Viking

Von den 422 geretteten Migranten an Bord des Rettungsschiffes „Ocean Viking“ sind 8 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Die Crew forderte daher einen sofortigen Landungshafen. Wegen der Verschlechterung der Wetterlage und der Gefahr von Ansteckungen an Bord sei es wichtig, dass die Migranten so rasch wie möglich landen dürften, betonte die Hilfsorganisation SOS Mediterranee, Betreiberin des Schiffes, am Sonntag in einer Aussendung.

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Appell für Myanmar und Aufnahme unbegleiteter minderjähriger Migranten.
Politik  »  Römisch-katholische Kirche

Papst spricht Angelus-Gebet wieder vor Gläubigen

Papst Franziskus hat am Sonntag wieder das Angelus-Gebet vor Gläubigen auf dem Peterplatz gesprochen. Der Pontifex zeigte sich am Fenster des Apostolischen Palastes. „Wieder auf dem Petersplatz!“, sagte der Papst den wenigen Gläubigen, die sich bei Regenwetter auf dem Petersplatz versammelt hatten. In den vergangenen Wochen wurde das Angelus-Gebet wegen der Coronavirus-Pandemie von der Bibliothek im Apostolischen Palast aus per Livestream übertragen.

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Demo endete mit Ausschreitungen.
Chronik  »  Asyl

Demo gegen Abschiebungen in Innsbruck läuft aus dem Ruder

Eine Demonstration für Flüchtlinge und gegen Abschiebungen in Innsbruck ist am Samstagnachmittag aus dem Ruder gelaufen. Nach Angaben der Polizei kam es zu Attacken gegen Polizeibeamte, die in weiterer Folge mehrfach Pfefferspray einsetzten. Am Ende resultierten 19 Festnahmen und mehr als 100 Anzeigen, informierte die Exekutive. Weitere 3 am Samstag in Tirol abgehaltene Versammlungen verliefen friedlich und ohne Zwischenfälle.

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Bei der Abschiebung der Schülerinnen und Schüler kam es am Donnerstagmorgen zu Protesten in Wien.
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Politik  »  Österreich

20-jährige Armenierin mit 16-jährigem Bruder abgeschoben

Unter den Schülerinnen, die am Donnerstag aus Wien abgeschoben worden sind, befand sich eine junge Armenierin, die im Mai 2016 als Minderjährige nach Österreich gekommen war und die demnächst an einer Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe die Matura ablegen hätte sollen. Gemeinsam mit der 20-Jährigen wurden laut Eva Velibeyoglu, der Anwältin der Familie, auch die Eltern sowie der 16 Jahre alte Bruder der Schülerin außer Landes gebracht.

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Umstrittener Kurs in der Migrationspolitik im Herzen Europas.
Politik  »  Flüchtlinge

Ungarn schiebt trotz Urteils immer noch Asylsuchende ab

Einen Monat nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) gegen die pauschale Abschiebung von Asylsuchenden hält Ungarn immer noch an dieser Praxis fest. Seit dem Urteil am 17. Dezember habe die Grenzpolizei mehr als 3000 Flüchtlinge und Migranten über die Grenze zu Serbien gezwungen, ohne dass diese die Möglichkeit gehabt hätten, einen Asylantrag zu stellen, sagte Andras Lederer vom ungarischen Helsinki-Komitees am Sonntag in Budapest und spricht von „Rechtsbruch“.

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Die Zustände im Flüchtlingslager sind weiterhin schlecht.
Politik  »  Flüchtlinge

Kinderpsychologin: „Bedingungen in Lesbos machen Kinder krank“

Die anhaltend schlechten Bedingungen in den Flüchtlingslagern auf der griechischen Insel Lesbos machen Kinder krank, sagt die Kinderpsychologin Katrin Glatz-Brubakk. Die Unsicherheit und chronische Angst führe zu Panikattacken, Albträumen und schweren Depressionen bei vielen Kinder, berichtete die Leiterin des psychologischen Programms von Ärzte ohne Grenzen (MSF) auf Lesbos: „Viele dieser Kinder geben die Hoffnung auf, dass sie je einen Tag ohne Angst erleben werden.“

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19.566 Migranten  erreichten die Kanarischen Inseln          in diesem Jahr.
Politik  »  Flüchtlinge

Fast 2200 Migranten heuer auf Seeweg nach Spanien gestorben

In diesem Jahr sind fast 2200 Migranten bei dem Versuch gestorben, Spanien von Afrika aus auf dem Seeweg zu erreichen. Die große Mehrheit sei auf dem Weg zu den Kanarischen Inseln tödlich verunglückt, teilte die Hilfsorganisation Caminando Fronteras am Dienstag mit. 2020 seien mehr Menschen auf der Inselgruppe angekommen als je zuvor. Verstärkte Patrouillen vor der südspanischen Mittelmeerküste ließen die Migranten nach alternativen Routen suchen, um Europa zu erreichen.

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Flüchtlingslager Lipa vor Räumung.
Politik  »  Migration

Nach Räumung von Aufnahmelager 1300 Menschen obdachlos

Die Internationale Organisation für Migration (IOM) hat am Mittwoch das Aufnahmelager Lipa in der Nähe der bosnischen Stadt Bihac geschlossen. Rund 1300 Flüchtlinge würden nun auf der Straße stehen, sagte Natasa Omerovic, die Koordinatorin des Lagers, dem Nachrichtenportal klix.ba. Die IOM hatte die Schließung des Lagers bereits früher angekündigt, weil es dort trotz einsetzenden Winters keinen Anschluss an das Stromnetz und die Wasserversorgung gibt.

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