Griechenland

Das Flüchtlinglager Moria nach dem Brand im September 2020.
Politik  »  Griechenland

Haftstrafen wegen Brandstiftung in Flüchtlingslager Moria

9 Monate nach dem verheerenden Brand im griechischen Flüchtlingslager Moria hat ein Gericht 4 junge Migranten zu jeweils 10 Jahren Haft verurteilt. Nach Angaben der Verteidigung wurden die Afghanen am Samstag für schuldig befunden, das Lager auf der Insel Lesbos vorsätzlich in Brand gesetzt zu haben. Aufgrund der Corona-Hygienevorschriften waren zu dem Prozess auf der Insel Chíos keine Journalisten zugelassen.

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Feuerwehr zweiten Tag in Folge im Großeinsatz.
Chronik  »  Brände

Großbrand bei Athen noch nicht gebannt

Die griechische Feuerwehr kämpft den zweiten Tag in Folge gegen einen Großbrand im Westen Athens. Mit dem ersten Tageslicht sind Freitagfrüh Löschflugzeuge und Hubschrauber eingesetzt worden, um die Flammen einzudämmen, die einen großen Pinienwald zerstören. Starke Winde behinderten die Löscharbeiten. „Heute ist die Lage besser“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr im Staatsradio.

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Für NGOs sind die Zustände in Kara Tepe 2 "menschenunwürdig".
Politik  »  Griechenland

Flüchtlings-Vorzeigecamp auf Lesbos wird geschlossen

Das oft als Vorzeigemodell bezeichnete Flüchtlingscamp Kara Tepe 1 auf der griechischen Insel Lesbos wird geschlossen. Nächste Woche sollen die Bewohner des unter lokaler Verwaltung stehenden Camps nach Angaben von Hilfsorganisationen und lokaler Medien übersiedelt werden - großteils in das viel kritisierte und schon jetzt überfüllte improvisierte Flüchtlingscamp Kara Tepe 2.

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Polizeireporter Karaivaz wurde vor seinem Haus getötet.
Politik  »  Griechenland

Journalist in Athen auf offener Straße erschossen

Ein griechischer Blogger und Journalist ist am Freitag zu Mittag vor seinem Haus in Athen erschossen worden. Der in Griechenland als Polizeireporter bekannte Giorgos Karaivaz wurde mit 7 Schüssen niedergestreckt, wie griechische Medien unter Berufung auf Polizeikreise berichteten. 2 Männer seien anschließend auf einem Motorrad geflüchtet, hieß es. Über die Hintergründe war zunächst nichts bekannt.

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Türkische Luftwaffe (Archivbild) überflogen Inselgruppe Inousses.
Politik  »  Konflikte

Türkische Kampfjets überfliegen bewohnte griechische Inseln

2 türkische Kampfjets des Typs F-16 haben am Montagmittag in einer Höhe von rund 4500 Metern die bewohnte griechische Inselgruppe Inousses in der Ostägäis überflogen. Das berichtete das griechische Staatsfernsehen unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Athen. Bereits im März hatten türkische Jets 4 Mal bewohnte griechische Inseln überflogen.

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Die EU und Griechenland haben zugesichert, auf Lesbos und auch den anderen griechischen Flüchtlingsinseln schnell angemessene Lager zu errichten.
Politik  »  Flüchtlinge

Neues Camp in Lesbos soll bis Winter fertig sein

Das geplante Flüchtlingscamp auf der griechischen Insel Lesbos soll im nächsten Winter aufnahmebereit sein. „Der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest, aber im kommenden Winter wird es kein solches Camp mehr geben wie derzeit“, sagte der griechische Migrationsminister Notis Mitarakis am Montag bei einem Besuch des bestehenden Camps auf Lesbos, gemeinsam mit EU-Innenkommissarin Ylva Johansson.

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Weitete Griechenland seine Ansprüche in der Ägäis aus, würde die Türkei das möglicherweise als Kriegsgrund betrachten.
Politik  »  Ägäis

Ausdehnung der Hoheitsgewässer: Ein Kriegsgrund?

Griechenland will seine Hoheitsgewässer im Westen des Landes (Ionisches Meer) von 6 auf 12 Seemeilen ausweiten. Über einen entsprechenden Gesetzentwurf wird seit Dienstagmorgen im griechischen Parlament diskutiert, am Mittwoch soll darüber abgestimmt werden. Laut dem UN-Seerechtsübereinkommen, das 1994 in Kraft trat, ist solch eine Ausdehnung rechtens – dennoch birgt sie enormes Konfliktpotenzial.

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Die Zustände im Flüchtlingslager sind weiterhin schlecht.
Politik  »  Flüchtlinge

Kinderpsychologin: „Bedingungen in Lesbos machen Kinder krank“

Die anhaltend schlechten Bedingungen in den Flüchtlingslagern auf der griechischen Insel Lesbos machen Kinder krank, sagt die Kinderpsychologin Katrin Glatz-Brubakk. Die Unsicherheit und chronische Angst führe zu Panikattacken, Albträumen und schweren Depressionen bei vielen Kinder, berichtete die Leiterin des psychologischen Programms von Ärzte ohne Grenzen (MSF) auf Lesbos: „Viele dieser Kinder geben die Hoffnung auf, dass sie je einen Tag ohne Angst erleben werden.“

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Mitsotakis erfreut sich großer Beliebtheit.
Politik  »  Wahlen

Spekulationen über vorzeitige Neuwahl in Griechenland

Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hat am Montag sein Kabinett umgebildet und damit Spekulationen über eine vorzeitige Neuwahl ausgelöst. Neuer Innenminister ist der rechtsgerichtete Makis Voridis, der in den 90er Jahren eine rechtsextreme Partei gegründet hatte, die sich vehement gegen die Aufnahme von Flüchtlinge sperrte. Das Innenministerium wäre für die Organisation einer Neuwahl verantwortlich, die normalerweise erst 2023 fällig ist.

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Deutsche Marinesoldaten untersuchten das Schiff.
Politik  »  Libyen

Erdogan kritisiert Kontrolle von türkischem Frachter

Nach dem Eklat um die unterbundene Durchsuchung eines türkischen Frachters hat auch Präsident Recep Tayyip Erdogan scharfe Kritik an der Kontrolle geäußert. „Was haben sie der zivilen Belegschaft angetan, nachdem sie das Schiff betreten haben? Sie haben sie leider belästigt“, sagte Erdogan am Mittwoch in Ankara. Das alles sei mit Videoaufnahmen bestätigt worden und werde an entsprechende Stellen weitergeleitet.

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Die Fahrt durch den 6,3 Kilometer langen Kanal gilt als spektakuläre Tourismusattraktion in Mittelgriechenland.
Chronik  »  Griechenland

Kanal von Korinth nach Erdrutsch geschlossen

Der Kanal von Korinth in Griechenland muss nach einem Erdrutsch voraussichtlich für einige Tage geschlossen bleiben. Wie mehrere griechische Medien am Sonntag berichteten, seien Hunderte Kubikmeter des Hanges am Samstagabend in die Fahrrinne gestürzt. Einen kleineren Erdrutsch hatte es dort bereits am 13. November gegeben.

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Hermes: Gott der Kaufleute und der Diebe.
Kultur  »  Archäologie

Hermes-Kopf bei Kanalisationsarbeiten in Athen entdeckt

Bauarbeiter haben im Zentrum Athens einen wertvollen antiken Kopf des Gottes Hermes aus Marmor ausgegraben. Der Fund stammt allen Anzeichen nach aus dem dritten oder vierten vorchristlichen Jahrhundert, wie das Kulturministerium in Athen am Sonntag mitteilte. Die Entdecker arbeiteten an der Ausbesserung der Kanalisation der Altstadt und fanden den Kopf vergangenen Freitag in etwa 1,3 Meter Tiefe. Hermes ist u.a. der Gott der Kaufleute und der Diebe.

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Iranischer Präsident Hassan Ruhani.
Chronik  »  Coronavirus

Iran plant unbefristeten Corona-Lockdown - Rekordwert in USA

Der Iran plant landesweit einen strengen und unbefristeten Lockdown, um die drastisch steigenden Corona-Fallzahlen zu stoppen. „Der Lockdown wird am 21. November in Kraft treten und ist erforderlich, um Menschenleben zu retten“, sagte Präsident Hassan Ruhani am Samstag. Verschärfungen gibt es auch in Griechenland, während die USA neue Rekordzahlen bei den Corona-Neuinfektionen melden.

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