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Montag, 22. März 2021

Staubteufel in Marling: ein beeindruckendes Phänomen

Stephan Hillebrand hat am Montagnachmittag auf einer Obstwiese in Marling einen sogenannten Staubteufel gefilmt. Wie entstehen Staubteufel? "Im Frühjahr und vor allem im Sommer heizen sich sandige Böden extrem auf, viel stärker als zum Beispiel Grasoberflächen", sagt der Marlinger Hobby-Meteorologe Florian Schmalzl. "Die warme Luft über der Sandoberfläche steigt schlagartig auf und trifft auf kühlere Luft. Es entstehen Turbulenzen." Ändert sich die Windrichtung mit zunehmender Höhe, so gerät die Luft in Rotation und es können ein Wirbel und in weiterer Folge ein Staubteufel entstehen. "Diese Staubteufel, auch Kleintromben genannt, haben bei uns meist eine sehr kurze Lebenszeit - nur einige Sekunden bis wenige Minuten", weiß Schmalzl. Häufiger kommen sie in Wüstengegenden vor, dort halten sie sich auch deutlich länger (auch mehr als eine halbe Stunde) und fallen stärker aus. In Ausnahmefällen sind in solchen Kleintromben Windgeschwindigkeiten von über 100 Stundenkilometern möglich.

stol