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Artikel vom Dienstag, 23. April 2019

Eine Million Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht

Wegen der fortschreitenden Umweltzerstörung sind laut dem Entwurf eines UN-Berichts bis zu eine Million Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Viele von ihnen drohten „in den kommenden Jahrzehnten” zu verschwinden, hieß in der vorläufigen Fassung des Berichts zur weltweiten Artenvielfalt, die am Dienstag durchgesickert war.

Tier- und Pflanzenarten sterben in hoher Geschwindigkeit aus. - Foto: APA (AFP)

Tier- und Pflanzenarten sterben in hoher Geschwindigkeit aus. - Foto: APA (AFP)

500.000 bis eine Million Arten stehen demnach vor der Ausrottung. Den alarmierenden Report will die Zwischenstaatliche Plattform für Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen (IPBES) bei einer Konferenz vorstellen, die am kommenden Montag in Paris beginnt. Er warnt vor einer „unmittelbar bevorstehenden extremen Beschleunigung” des weltweiten Artensterbens. Schon jetzt sei die Geschwindigkeit, in der Tier- und Pflanzenarten aussterben, zwischen 10- und 100 Mal höher als im Durchschnitt der vergangenen 10 Millionen Jahre.

Viele Fachleute gehen davon aus, dass derzeit bereits ein sogenanntes „Massenaussterben” stattfindet. Davon hat es innerhalb der vergangenen 500 Millionen Jahre erst 5 gegeben.

Das sind die Gründe

Zu den Hauptgründen für das drohende Artensterben gehören dem Textentwurf zufolge Landwirtschaft, Abholzung, Bergbau, Fischerei und Jagd sowie Klimawandel und Umweltverschmutzung. Der Bericht beruht dabei teilweise auf Erkenntnissen zu gut erforschten Arten wie den Wirbeltieren, verweist aber auch auf „Ungewissheiten” bei der Zahl weniger bekannter Arten, vor allem der Insekten.

„Wir müssen anerkennen, dass der Klimawandel und die Zerstörung der Natur gleichgewichtig (als Auslöser des Artensterbens) sind”, sagte der IPBES-Vorsitzende Robert Watson. Beide Faktoren hätten nicht nur Einfluss auf die Umwelt, sondern auch auf Entwicklungs- und Wirtschaftsfragen. Ausdrücklich erwähnte Watson dabei die Gewinnung von Nahrungsmitteln und Energie. Nur „tiefgreifende Veränderungen” könnten den Schaden für die Artenvielfalt noch begrenzen.

apa/ag

 

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