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Artikel vom Mittwoch, 11. Juli 2018

Thailand: Buben wurden in betäubtem Zustand transportiert

Das Schicksal der aus einer Höhle in Thailand geretteten jungen Fußballspieler und ihres Trainers bewegt die Welt. Noch kümmern sich Ärzte um das Team. Immer klarer wird unterdessen: Die Sache war wohl noch brenzliger als gedacht. Am Mittwoch erreichen uns die ersten Bilder der Kinder im Krankenhaus als auch der riskanten Rettung.

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Am Mittwoch veröffentlichte die Regierung erste Bilder aus der Klinik.

Am Mittwoch veröffentlichte die Regierung erste Bilder aus der Klinik. - Foto: APA/AFP

Die aus einer Höhle im Norden Thailands geretteten jungen Fußballspieler und ihr Trainer haben die lange Zeit unter der Erde nach Aussagen ihrer Ärzte gut überstanden. Sie müssen allerdings zur weiteren Beobachtung im Krankenhaus bleiben. Am Mittwoch veröffentlichte die Regierung erste Bilder aus der Klinik.

Einige bei riskanter Aktion nicht bei Bewusstsein

Bei der Rettung der Fußballmannschaft aus einer überfluteten Höhle in Thailand waren nach Angaben eines beteiligten Tauchers einige Buben nicht bei Bewusstsein. Die Jungen seien betäubt auf Tragen durch die gefährlichen Engstellen der Höhle gebracht worden, sagte Chaiyananta Peeranarong, der früher der thailändischen Marineeinheit Navy Seals angehörte, am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP.

„Einige von ihnen haben geschlafen, einige von ihnen haben mit ihren Fingern gewackelt ... groggy, aber sie haben geatmet“, sagte der thailändische Taucher, der nach eigenen Angaben der letzte Taucher war, der die Höhle verließ. Auf dem Weg Richtung Ausgang seien Ärzte postiert gewesen, die bei den Fußballern den Puls und ihren Zustand kontrolliert hätten.

Foto: Apa/Afp

Bisher waren kaum Details über die hochriskante Rettungsaktion bekannt geworden. Thailands Ministerpräsident Prayut Chan-O-Cha hatte am Dienstag nach Abschluss der mehrtägigen Aktion gesagt, die Buben hätten ein Beruhigungsmittel verabreicht bekommen. „Es war ein leichtes Beruhigungsmittel, damit sie keine Angst haben“, sagte Prayut.

„Wir wollten Panik vermeiden“

Die Einsatzkräfte hatten die Sorge, die Buben könnten während des gefährlichen Tauchgangs durch die Höhle in Panik geraten. Ein professioneller Taucher und freiwilliger Helfer sprach im Sender BBC von „extrem gefährlichen“ Bedingungen bei „null Sicht“.

Foto: Apa/Afp

Die meisten Buben konnten nicht schwimmen, keiner von ihnen hatte Taucherfahrung. Wie gefährlich die Rettungsaktion war, hatte am Freitag der Tod eines erfahrenen thailändischen Tauchers auf dem Weg aus der Höhle deutlich gemacht.

Die zwölf Fußballer im Alter zwischen elf und 16 Jahren und ihr 25-jähriger Trainer waren am 23. Juni in der Tham-Luang-Höhle von rasch steigenden Wassermassen überrascht worden. Neun Tage später wurden sie gefunden und mit Lebensmitteln versorgt und medizinisch betreut.

Am Sonntag brachten thailändische und ausländische Einsatzkräfte die ersten vier Buben aus der Höhle, am Montag folgten vier weitere und am Dienstag wurde der Einsatz mit der Rettung der letzten vier jungen Fußballer und ihres Trainers abgeschlossen.

apa/afp

 

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