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Artikel vom Mittwoch, 22. Mai 2019

Äpfel aus der Plastiktüte

Seit Anfang Mai werden 6810 Schüler in Südtirol wieder mit Obst versorgt. Und wieder gehen bei vielen Eltern die Wogen hoch. Denn egal ob Äpfel, Birnen, Marillen oder Erdbeeren – sämtliches Obst ist behandelt und in Rationen abgepackt.

Egal ob Äpfel, Birnen, Marillen oder Erdbeeren – sämtliches Obst ist behandelt und in Rationen abgepackt.

Egal ob Äpfel, Birnen, Marillen oder Erdbeeren – sämtliches Obst ist behandelt und in Rationen abgepackt. - Foto: shutterstock

Bildungslandesrat Philipp Achammer kann die Aufregung vieler Eltern gut verstehen. „Gerade wo uns die Verwendung von heimischen Produkten in den Schulmensen so am Herzen liegt, ist dieses Projekt eigentlich mehr als widersprüchlich“, sagt er. Vor allem über die Verpackung sei man alles andere als glücklich. Doch da es sich beim „Obst in den Schulen“ um ein EU-Projekt handle, das von Rom ausgeführt und zentral ausgeschrieben werde, sei Südtirol machtlos.

Für das laufende Schuljahr haben sich wieder 87 Grundschulen beim Projekt „Obst an den Schulen“ angemeldet. Seit Anfang Mai werden nun 556 Schulklassen im Land regelmäßig beliefert. Die Äpfel beziehungsweise Apfelspalten stammen zwar aus Südtirol, werden aber von einem Großbetrieb aus Faenza angeliefert.

„Obst an den Schulen“ habe viel Positives

Andreas Werth, Direktor im Amt für Landmaschinen und biologische Produktion, der die Initiative „Obst an den Schulen“ seit den Anfängen begleitet, kann den Unmut verstehen. „Wir haben extrem darum gekämpft, dass nicht jedes Produkt einzeln eingepackt werden muss“, sagt er. Aber die Hygienebestimmungen seien immer schärfer geworden. Und die Regeln für die Ausschreibung werden nicht in Südtirol, sondern in Rom gemacht. Zudem sei es „halt ein Unterschied, ob man in Afing oder in Mailand sitzt“, so Werth. „Wie die Erfahrung gezeigt hat, kommen die Kinder in den großen Städten leichter mit Obst in Stücken von der ,Merendina‘ weg als mit einem ganzen Apfel. Von dem wird 2 Mal abgebissen, der Rest weggeworfen.“

Trotzdem sieht Werth im Projekt „Obst an den Schulen“ viel Positives, trage es doch im Kampf gegen übergewichtige Kinder schon erste Früchte. Und immerhin habe Südtirol mit der EU-Initiative in den vergangenen 10 Jahren Obst im Wert von knapp 3 Mio. Euro geschenkt bekommen und liefere selbst einen Teil der Ware, gibt Werth zu bedenken.

D/em

Martin Wieser, Stuttgart

@Kirchhoff "die anderen Kommentare Gelsen".. Mein "danke EU" war ernst gemeint. Bleibt also nur noch der Kommentar von Herrn Ladurner, der vermutlich Ihrer Meinung ist. Also wäre "den anderen Kommentar gelesen" die korrekte Aussage. Und gerade der Weg von Alzenau nach Südtirol, bzw. vor allem zurück zeigt die Vorteile der EU (kein Roaming, Geld wechseln), als auch die Nachteile falls wir wieder in Kleinstaaterei verfallen (die netten grünen Männchen an der Grenze zu Bayern). Wobei ich immer noch die Vermutung habe, dass die bayerische Grenzpolizisten die Schnauze voll von den politisch verordneten Grenzkontrollen haben und deshalb extra zu Hauptreisezeiten kontrollieren, damit sich die Leute mal so richtig darüber aufregen.. Man kann (und soll) an der EU einiges kritisieren. Aber nur Sauhaufen und Dreck zu rufen wird die Welt nicht besser machen. Besser die Saubermänner z.B. der FPÖ wählen ;-) Die schimpfen auch auf die korrupte EU.

22.05.2019 16:18 Uhr

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Markus Kaufmann, Franken

@ Paul Kirchhoff Oh weh... da empfehlen Sie Anderen, richtig zu lesen und können selbst nicht mal richtig schreiben! Das kommt halt davon, wenn man vor lauter Schaum vorm Mund die Tasten nicht mehr richtig erkennt! Vielleicht mal ab und zu einen Apfel essen und in Ruhe drüber nachdenken, welche Vorzüge die EU hat. Ich helfe Ihnen dabei ein bisschen: Z.B. Frieden, Wohlstand, Reisefreiheit (z.B. unkompliziert von Alzenau nach Südtirol, kein Geldgewechsle!!) und noch so einiges mehr... Das Problem ist wohl mehr, Ihre eigene Unzufriedenheit auf Ihre Mitmenschen zu projizieren. Wahrscheinlich hilft da auch kein Apfel...

22.05.2019 14:39 Uhr

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Paul Kirchhoff, Albstadt

Tja Herr Elmar Thaler aus Tramin, zum einen sollten Sie mal lernen, richtig zu lesen und meinen Namen korrekt zu schreiben ! Des weiteren haben Sie ja geschickt die Chance genutzt, sich als unkundig in der Sache zu eigen, denn hätten Sie den Beitrag richtig gelesen, und die anderen Kommentare Gelsen, dann ständen Sie jetzt nicht in dieser peinlichen Situation. Die EU ist ein Dreck und die Wahlen am Sonntag werden zeigen, wie die breite Masse zu dieser Zwangsehe steht!

22.05.2019 12:23 Uhr

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Elmar Thaler, Tramin

@ Krichhoff Anstatt immer über die EU zu lästern, sollte man über solche Projekte froh sein. Was soll diese absolut idiotische Aussage??? Wenn das italienweit so organisiert wird, ists's halt so. Wenn das unserer Landesregierung nicht passt, bräuchte man nur nicht diesem Projekt zustimmen und ein eigenes auf die Beine stellen. Vielleicht können Sie das organisieren Herr Kirchhoff, anstatt nur zu lästern und alles schlecht zu machen.

22.05.2019 10:10 Uhr

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Paul Kirchhoff, Albstadt

Was schon länger vermutet wurde, hier ist der Beweis, dass die EU-Administration ein Sauhaufen sondergleichen ist, dem die Gesundheit der Bürger nur auf dem Papier wichtig ist ...

22.05.2019 09:18 Uhr

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Martin Wieser, Stuttgart

Jo, danke EU. Isch zwor schod, dass so a Projekt et direkt in Lond infollt/ durchs Lond durchgfiort wert, obo Obst isch wo olbm positiv. Und wenns in do gonzn EU so a Projekt gib: umso bessa. Dass di Umsetzung net optimal isch, isch a ondra Gschicht. Wohrschainlich lig sem do Fehla irgndwo zwischn Brüssl, Rom und Boazn.. Obo folls a pour Kindo aso afn Gschmock fa Obst kem, kenn jo is reschtliche Schuiljohr di Eltorn ogiwaschna Bio-Epfl fan Gortn, odo zim. aus Sidtirol mitgebm :-)

22.05.2019 08:14 Uhr

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Thomas Ladurner, Marling

DANKE EU !!!!!

22.05.2019 07:38 Uhr

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7 Kommentare

 

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