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Artikel vom Freitag, 12. Juli 2019

Astronaut Thomas Reiter: „Blick auf unseren Planeten ist grandios“

Einen aktuellen Einblick in die Tätigkeit der ESA, ihre Zusammenarbeit mit dem GEOPARC Bletterbach sowie über die Analogien in den Sedimenten Mars-Bletterbach, darüber spricht der deutsche Astronaut Thomas Reiter in einem Vortrag am morgigen Samstag in Aldein. Thomas Reiter ist der Europäer mit dem insgesamt längsten Aufenthalt im Weltraum. Im Interview mit STOL gibt er nun spannende Einblicke in sein Leben, seine Gefühlswelt und seine Forschung in der, wie er sagt, beeindruckenden Schwerelosigkeit des Alls.

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Der Vortrag mit Thomas Reiter findet am morgigen Samstag um 18 Uhr im Pfarrsaal von Aldein statt. - Foto: Thomas Reiter

Der Vortrag mit Thomas Reiter findet am morgigen Samstag um 18 Uhr im Pfarrsaal von Aldein statt. - Foto: Thomas Reiter

Seit Jahren schon kommt die Europäische Raumfahrtorganisation ESA für die geologische Ausbildung der Astronauten in den GEOPARC Bletterbach (STOL hat berichtet). Dort haben sie verblüffend ähnliche, wenn nicht sogar gleiche Sedimentschichten vorgefunden, wie sie laut Fotodokumentationen auch auf dem Mars vorkommen.

 Die besonderen Gipseinschlüsse in den Sandsteinschichten geben sowohl am Mars als auch auf der Erde Rätsel auf. ESA-Wissenschaftler gehen daran, dieses Geheimnis zu lüften. Thomas Reiter war bereits letztes Jahr für Forschungszwecke im GEOPARC mit dabei. 

Astronaut Thomas Reiter ganz entspannt während des STOL-Interviews auf Schloss Sigmundskron am Freitag. - Foto: DLife

Seit 2016 arbeiten Wissenschaftler der ESA-Gruppe mit dem GEOPARC Bletterbach zusammen, um sich auf die geplante Marsmission in den 2030er/40er Jahren vorzubereiten und um zu wissen, welche Gesteine wie vom Mars zur Erde zurückzubringen sind.

7 Monate bis zum Mars

Der ESA-Astronaut Thomas Reiter meint, dass es noch einige Zeit dauern werde bis man zum Mars fliegen könne. Eine Mission zum Mars würde von Abflug bis Rückkehr circa zweieinhalb Jahre dauern, allein der Flug bis zum Mars beanspruche 7 Monate.

Man könne auch nur alle 2 Jahre zum Mars fliegen, da dieser richtig zur Erde liegen müsse. Das nächstmögliche Startfenster wäre im nächsten Jahr. Danach müsse die Mission auf weitere 2 Jahre aufgeschoben werden.

„Ausbildung im Bletterbach ein echtes Aha-Erlebnis“

Der deutsche Astronaut betont, dass es beeindruckende Parallelen zwischen Mars und dem Bletterbach gebe. „Die Ausbildung im Bletterbach war auf Grund der Analogien ein echtes Aha-Erlebnis“, erklärt Reiter.

Auf die Frage, ob es Leben im All gebe, antwortet der ESA-Koordinator, dass man viel Indizien habe, der eindeutige Beweis fehle aber noch. Zur Forschung seien Analogien wie der Bletterbach hilfreich, um Leben im All nachzuweisen.

Analogien von Bletterbach zum Mars

Am Vormittag wird im Besucherzentrum des GEOPARC Bletterbach die Fotoausstellung, welche die Analogien von Bletterbach und Mars zeigt, eröffnet. Auch der deutsche Astronaut, der bereits 2 Mal im All war wird mit dabei sein.

Einen aktuellen Einblick in die Tätigkeit der ESA, ihre Zusammenarbeit mit dem GEOPARC Bletterbach sowie über die Analogien in den Sedimenten Mars-Bletterbach, darüber spricht der deutsche Astronaut Thomas Reiter in seinem Vortrag am morgigen Samstagabend um 18 Uhr im Pfarrsaal von Aldein.

stol/vs/jno

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