Startseite » Chronik im Überblick » Lokal

Artikel vom Samstag, 28. Juli 2018

Kalb in Moena von Wolf zerfleischt

Was viele Bauern und Hirten immer schon befürchtet haben, hat sich nun bewahrheitet: Zäune helfen gegen Wölfe nicht. Auf einer Alm im Fassatal hat ein Wolf ein Kalb angegriffen und bei lebendigem Leib ganze Fleischbrocken herausgerissen, so dass es notgeschlachtet werden musste. Dabei befand es sich so wie seine Artgenossen innerhalb des Herdenschutzzaunes.

Video-Player wird geladen...
Wer sich das Video ansieht, das seit Dienstag auch im Internet kursiert, braucht einen guten Magen.

Wer sich das Video ansieht, das seit Dienstag auch im Internet kursiert, braucht einen guten Magen. - Foto: shutterstock

Wer sich das Video ansieht, das seit Dienstag auch im Internet kursiert, braucht einen guten Magen. Bis auf die Knochen wurde dem jungen Grauvieh bei lebendigem Leib das Fleisch vom hinteren linken Schlegel gerissen. Wölfe sollen das Tier so zugerichtet haben. In der Zwischenzeit musste das Kalb notgeschlachtet werden.

Den vollständigen Artikel und die tragischen Hintergründe lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

D/em 

Georg Schwabl, Tisens

Finde die Aussagen, dass der Wolf von sich aus den Lebensraum zurückerobert nicht ganz korrekt. Es wird von einigen Kreisen bewusst gefördert. Seit es Menschen gibt gab es immer Konflikte mit den großen Raubtieren, die an der Spitze der Nahrungskette stehen. Auch alles ganz normal! Der Mensch musste und vor allem DURFTE sich gegen diese Tiere zur Wehr setzen, um eben selber mit seiner Viehwirtschaft bestehen bzw. überleben zu können. Nun wird verlangt, dass man dem Treiben tatenlos zusieht! In Afrika befinden sich die großen Raubtiere fast ausschließlich in Nationalparks. Sollte sich eines in besiedeltes Gebiet verirren, dann wird es sofort von Wildhütern eingefangen bzw. von Jägern erlegt. Laut einem Bekannten aus Tansania werden die Raubtiere von den landwirtschaftlich bewirtschafteten Gebieten stets ferngehalten. Bei uns verlangt man das Gegenteil! Wozu das führen wird, kann man sich ja ausmalen.... Wir stehen erst am Anfang des Problems.

31.07.2018 13:00 Uhr

Melden

Andreas Perathoner, Jenesien

Herr Maier, das unsere Bauern im Lande eine großartige Arbeit und entscheidend zum Naturschutz beitragen und ihnen deshalb unser aller Respekt und Dank gebührt, das muss erwähnt sein. Aber, trotz allem Lob, auch unter ihnen findet sich das Eine und Andere "schwarze Schaf". Dazu gibt es auch immer wieder traurige Beispiele. Das sehr viele Bauern auch eine innige Beziehung zu ihren Tieren aufbauen ist mir ebenfalls verständlich und empfinde auch als gut und richtig. Aber genau so muß Massentierhaltung nicht immer nur mit Tierquälerei zu tun haben. Selbstverständlich ist aber eine individuelle, kleinere Nutztierhaltung, auch unserer Landschaft wegen, bei uns stets vor zu ziehen. Wenn ich unten stehend Tierquälerei meinte, dann wende ich mich auch an private Tierhalter, welche aus Unwissenheit, Unvernunft und Eigensinn ihren "Lieblingen" viel mehr Schaden als Nutzen bieten. Das beginnt beim Goldfisch im (zu) kleinen Kugelglas, dem einsamen Vogel im Käfig, totale überfüttern der eigenen Katze und endet bei "krankhafter Vermenschlichung"(Kleiderschrank, Fahrzeug und Diamant-Halsband, usw. ) für den Haushund. Beschämende Beispiele dazu finden sich genug. Nun bin ich deswegen nicht ein "verzweifelter Naturschützer", aber den Respekt zur Natur, Tieren und Menschen, den behalte ich mir vor. Im gleichen Zuge stimme ich auch jedem zu, der sagt, das Problemtiere, egal welcher Art, ausgesondert werden sollen und müssen. In welcher Form muß jedoch stets von Tier zu Tier und Fall zu Fall entschieden werden. Und aus diesem Respekt der Natur gegenüber, empfinde ich es auch als Richtig, das selbst ausgerottete, ehemalig, EINHEIMISCHE Raubtiere ein Recht haben, durch unser Land zu ziehen und sich auch wieder an zu siedeln. Egal ob uns dies passt oder nicht, dies wird auch nicht zu verhindern sein. Auf der ganzen Welt läuft dies so auch (meist) problemlos. Warum soll es dann bei uns so nicht laufen? Tiger, Löwen, Haie, Bären, Krokodile, Schlangen, überall treffen wir auf solche "potenziell gefährliche Tiere" und einzig unser richtiges Verhalten den Tieren gegenüber schütz uns vor übergriffen. Selbes gilt ja auch weltweit zwischen uns Menschen! Einmal abgesehen, das das Tier, dem die meisten Menschen zum Opfer fallen, die Mücke ist..... Daher hilft nur Aufklärung, "richtiger" Schutz für die Nutztiere und richtiges Verhalten vom Menschen bei Begegnungen mit Wildtieren. Schockvideos und stetige Bericht über jedes einzelne brutal zerfetzte Nutztier fördern nur Panik und Fehlverhalten und sind daher ebenso fehl am Platz wie der Glaube an die uralten Märchen vom bösen Wolf. Es wäre hier vielleicht auch interessant von den Bauern zu erfahren, wieviele Nutztiere jährlich von Blitzschlag, Abstürzen u.A. betroffen sind. Das sind auch Verluste..... Was Hr. Ebner uns hier oben versucht zu erklären, ist genauso utopisch, falsch und lächerlich, wie ein gewisser D. Trump, der seinem Land versprochen hat, Mexikaner mit Hilfe einer noch höheren Mauer vor der Einwanderung fern zu halten. Beim "Fussvolk - popoll bue" kommen solche radikalen Parolen meist sehr gut an und sind (leider) auch zu oft Wahl entscheidend. Aber Radikallösungen sind in den allermeisten Fällen unbedacht und daher falsch! Und was ihre Aussage betrifft, ( ich zitiere: "Ich glaub so langsam wird es an der Zeit sein dass die Bauern den alten Bibelspruch wieder zu aktivieren, " Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott "), handelt es sich hierbei unmißverständlich um einen Aufruf zur Selbstjustiz, einem Aufruf zu einer strafbaren Handlung! Auch wenn ich verstehen kann wie sie dies gemeint haben, aber unter "Selbsthilfe" versteht man etwas anderes. Mit freundlichen Grüßen

30.07.2018 16:32 Uhr

Melden

Maier Rudi, Völs am Schlern

Herr Perathoner, in einigen Teilen werden Sie schon Recht haben, aber das beschämende daran ist dass die Tiere der Bauern immer mit Geld aufgewogen werden. Auch ein Bauer ( wenn auch meist als Profitgierieger Tierquäler dargestellt ) hängt an seinen Tieren, es ist halt mal so dass ein Tier oft von der Geburt an mit Sorgfalt und Tierliebe gepflegt wird. Die meisten Tiere die auf Almen aufgetrieben werden sind nicht von Bauern die das Tier als reine Ware betrachten, sondern von Bauern die noch ihr Herzblut in die Tierhaltung stecken. Die Tiere die in Massentierhaltungen gehalten werden, die kriegt der Wolf mit Sicherheit nicht da diese sicherlich niemals auf eine Alm getrieben werden. Ist eine vom aussterben bedrohte Rasse ( Grauhvieh ) nicht schützenswert ? Ist eine Artgerechte Weidehaltung von Haustieren nicht Schützenswert ? Soll die Berglandwirtschaft zu gunsten der Massentierhaltenden Industrie aufgelassen werden ? Manchmal bekommt man den Eindruck dass die Tierschützer genau diesen Betrieben in die Hand spielen. Schützt den Wolf und bringt ihn dahin wo er kein Problem darstellt ! Und Herr Perathoner, verwechseln Sie nicht Selbstjustiz mit Selbstschutz !

29.07.2018 00:06 Uhr

Melden

Andreas Perathoner, Jenesien

Herr Maier, Tiere essen eben nicht mit Messer und Gabel. Solche Bilder gehören (leider) zur Nature eines jeden Raubtieres. Freilaufende Hund sorgen kontinuierlich für ähnliche Szenarien, aber Hunde haben eben eine bessere "Lobby" als Wölfe! Viel mehr empört mich das heuchlerische Verhalten vieler (zu vieler) Menschen, welche Tag täglich selbst für massive Tierquälereien verantwortlich sind (siehe z.B.falsche Tierhaltung), nur um ihren persönlichen Egoismus oder gar ihren Profit zu stillen. Da brauch man auch bei uns nicht weit zu gehen. Aber für solche Fälle sind die (aller) meisten Menschen dann blind. Diese Personen gehören in Wahrheit viel mehr und strenger verfolgt und verurteilt, als nicht ein paar wenige wildlebende Raubtiere, welche sich, um zu überleben, an Nutztieren vergreifen. Herr Maier, solche, wie oben gezeigte Bilder eignen einzig dazu, bei Menschen, denen die Natur fremd ist, Panik zu schüren und dürfen erst recht nicht für das Ausrotten verschiedener Raubtiere herhalten! Das einzelne Problemtiere zum Abschuss frei gegeben werden sollten, damit bin ich einverstanden. Genauso halte ich es auch für richtig, das für Schäden, welche Wildtier verursachen, die zuständige Behörde so unbürokratisch wie möglich aufkommen sollte. Wolf, Bär, Luchs u.A. haben auch hier das Recht durch unser Land zu ziehen und zu hier zu leben; ... unabhängig ob es einzelnen Menschen gefällt oder nicht! Und Selbstjustiz war schon seit je her stets die falsche Lösung.

28.07.2018 15:28 Uhr

Melden

Maier Rudi, Völs am Schlern

Kein Wort, kein Kommentar der selbsternannten Tier und Wolfschützer ? Wo bleibt die großspurige Legamiente ? Sind die nur da um Politikern an den Karren zu fahren ? Stellt mal ein Video ein wo ein Wolf so zugerichtet im Wald steht....dann ist die Ressonanz sicherlich ne andere ! Zum schämen !!! Ich glaub so langsam wird es an der Zeit sein dass die Bauern den alten Bibelspruch wieder zu aktivieren, " Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott "

28.07.2018 09:30 Uhr

Melden

5 Kommentare

 

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite

zur Startseite Nicht mehr anzeigen
Verpassen Sie keine wichtigen Artikel mehrAktivieren Sie die Benachrichtigungen
AktivierenMehr Infos