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Artikel vom Freitag, 31. August 2018

Filmemacher Costa Gavras dementiert Meldung zu seinem Tod

Der griechisch-französische Filmemacher Costa Gavras hat Meldungen zu seinem eigenen Tod dementieren müssen. Der 85-Jährige sprach am Donnerstag im griechischen Fernsehsender Ert von einem „schlechten Witz”. Beim Kurzbotschaftendienst Twitter war zuvor über ein gefälschtes Konto die Todesnachricht unter dem Namen der griechischen Kulturministerin verbreitet worden.

Auf Twitter war die Nachricht über den Tod Gavras verbreitet worden Foto: APA (AFP)

Auf Twitter war die Nachricht über den Tod Gavras verbreitet worden Foto: APA (AFP)

Mehrere internationale Medien griffen die Nachricht prompt auf. Gavras erzählte im Fernsehen, eine Journalistin habe ihn nach Veröffentlichung des Tweets angerufen. „Sie war sehr glücklich, dass ich am Leben bin, wir sind alle sehr glücklich”, scherzte er. Das Kulturministerium teilte mit, die Ministerin Myrsini Zorba habe „keinen Tweet auf ihrem privaten oder offiziellen Konto abgesetzt”.

Ein weiterer Tweet auf dem gefälschten Konto löste die Situation dann endgültig auf: Darin hieß es, der italienische Journalist Tommasso Debenedetti sei Urheber der Falschnachricht. Debenedetti ist für derartige Aktionen bekannt: Er erklärte bereits J. K. Rowling, Michail Gorbatschow, Fidel Castro und den Papst für tot. Damit will er auf die „Schwachstellen” von Medien sowie die „Fragilität sozialer Netzwerke” hinweisen.

Vor einigen Jahren beteuerte er, dafür immer nur Persönlichkeiten auszuwählen, die eine solche Meldung aufgrund ihres Bekanntheitsgrades schnell dementieren können. Der Filmemacher Gavras arbeitet aktuell an der Verfilmung eines Buches des früheren griechischen Finanzministers Giannis Varoufakis.

apa/ag.

 

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