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Artikel vom Dienstag, 11. Juni 2019

Kulturzentrum Trevi: Vertrag verlängert, Leitung wird ausgeschrieben

Der Dienstleistungsvertrag zur Führung des Kulturzentrums Trevi wird bis zum 31. Dezember verlängert. Am Dienstag hat die Landesregierung das Verfahren zur Neuausschreibung der Leitung eingeleitet.

Das Kulturzentrum Claudio Trevi in Bozen.

Das Kulturzentrum Claudio Trevi in Bozen. - Foto: LPA

Die Landesregierung hat beschlossen, den noch bis Ende Juni laufenden Dienstleistungsvertrag mit den Kulturträgern Euro&Promos und Società Cooperativa Culture zur Führung des Kulturzentrums „Claudio Trevi“ in Bozen und der Sprachenmediathek Meran bis zum Jahresende 2019 zu verlängern. „Diese Verlängerung ermöglicht es uns, die Dienstleistungen neu auszuschreiben und den öffentlichen Auftrag zu vergeben“, erklärte Landesrat Giuliano Vettorato nach der Regierungssitzung.

Landesrat Vettorato äußerte sich in diesem Zusammenhang auch zu den Polemiken, die die Proteste der Mitarbeitenden der Genossenschaften Euro&Promos und Società Cooperativa Culture nach sich gezogen hatten: „Arbeitnehmer haben das gute Recht, ihre Bedenken und Sorgen zum Ausdruck zu bringen. Allerdings hat das Land Dienstleistungen zu bestimmten Bedingungen und für klar vorgegebene Zeiträume angekauft. Es handelt sich um verschiedene Kulturprojekte, wie beispielsweise 'Nel cerchio dell'arte', die nun abgelaufen sind. Dies war nicht meine Entscheidung. In diesem Zusammenhang besteht die Absicht, zumal Potential frei wird, Dienstleistungen wieder zurück in die öffentliche Hand zu übertragen.“

Es sei keine Rede von einem Abbau der Dienstleistungen, sagte der Landesrat, vielmehr schwebten ihm längere Öffnungszeiten vor. 

Landesrat Vettorato kündigte auch an, Zeichen setzen zu wollen. Seit seinem Amtsantritt sei er mit Vertretern von rund 200 Kulturvereinen zusammengetroffen. Auf dieser Grundlage arbeite er nun an einem Kulturplan, den er im Herbst vorstellen werde. Dabei seien Kürzungen im Kulturbudget für die Landeshauptstadt niemals ein Thema gewesen. Vielmehr gehe es darum, freiwerdende Mittel in die Kulturarbeit in der Peripherie zu investieren.

Für die Verlängerung des auslaufenden Vertrages hat die Landesregierung am Dienstag 285.000 Euro bereitgestellt. Für den neuen Dienstleistungsvertrag über den Zeitraum 2020/22 sind es insgesamt 809.000 Euro.

Was das Landesbudget für italienische Kultur angeht, so bekräftigten Landesrat Vettorato und Finanzlandesrat Arno Kompatscher, dass „alle Projekte und Mittel des Jahres 2018 auch für das laufende Jahr bestätigt wurden“. Was das Jahr 2020 angeht, wollte sich der Landeshauptmann allerdings noch nicht festlegen: „Wir wissen noch nicht genau, über welche Beträge wir verfügen können, und das gilt nicht nur für die Kultur, sondern für alle Sektoren.“

lpa

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