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Artikel vom Donnerstag, 18. April 2019

„Ratschen“: Vorösterlicher Brauch in Gröden

Auch in diesem Jahr wird in St. Ulrich in Gröden eine jahrhundertealte Tradition weiter geführt. Die sogenannten „Craces“ sollen zwischen Gründonnerstag und Karsamstag die Kirchenglocken ersetzen.

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Kinder, die vor der Kirche Ratschen bedienen. Foto: pas

Kinder, die vor der Kirche Ratschen bedienen. Foto: pas

Das Läuten der Kirchenglocken soll eine festliche Stimmung untermalen, die in der Zeit der Grabesruhe von Jesus Christus nicht angebracht wäre. Die „Craces“, zu Deutsch „Ratschen“, sind in Gröden historische Stücke: Die älteste wurde im Jahr  1768 erbaut und ist immer noch funktionstüchtig.

„Bis vor etwas mehr als 5 Jahren war diese Tradition im Grödner Hauptort fast verschwunden, nun aber wird sie wieder tatkräftig gelebt" erklärt der Messner von St. Ulrich Alfred Obletter. Alle sind eingeladen, sich am Freitag und Samstag kurz vor 12 Uhr vor der Pfarrkirche zu versammeln.  Dort besteht auch die Möglichkeit, selbst die Ratsche zu bedienen.

Das Ratschen in der Karwoche wurde 2015 von der Unesco als Immaterielles Kulturerbe in Österreich anerkannt.

stol

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