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Artikel vom Mittwoch, 8. August 2018

Sternschnuppenregen am Wochenende

Nach der Mondfinsternis kommen nun die Sternschnuppen. Der August ist nämlich der Monat der Perseiden: Der Meteorstrom gilt als der ergiebigste des ganzen Jahres. Den Höhepunkt bilden die Nächte vom 10. bis 12. August. Die Chance für die Erfüllung geheimer Wünsche ist also besonders hoch. Alles was man zu diesem himmlischen Spektakel wissen muss, erklärt David Gruber, Direktor des Naturmuseum, im STOL-Interview.

Den Höhepunkt des Sternschnuppenregens bilden die Nächte vom 10. bis 12. August.

Den Höhepunkt des Sternschnuppenregens bilden die Nächte vom 10. bis 12. August. - Foto: shutterstock

Es ist die Zeit der geheimen Sehnsüchte: Mit jeder Sternschnuppe geht ein stiller Herzenswunsch in Erfüllung – vorausgesetzt, man verrät ihn nicht, so sagt der Volksmund. Die Sternschnuppen der Perseiden sind alljährlich zu sehen, wenn die Erde die Bahn der Staubspur von 109P/Swift-Tuttle, der in einer elliptischen Bahn die Sonne umkreist, kreuzt, erklärt Gruber im Gespräch mit STOL. Der Komet wurde am 16. Juli 1862 von Lewis A. Swift und drei Tage später von Horace Parnell Tuttle unabhängig voneinander entdeckt. 

Kosmische Staubspur

Trifft die Erde auf die kosmische Staubspur dieses etwa alle 133 Jahre wiederkehrenden Kometen, dringen die oft nicht einmal stecknadelkopfgroßen Partikel mit fast 60 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein - also mit nahezu 216.000 Stundenkilometern. In einer Höhe von 80 bis hundert Kilometern erzeugen die kleinen Staubteilchen dann die Lichterscheinungen, die Sternschnuppen genannt werden, so Gruber.

Wieviele Sternschnuppen kann man sehen?

Ein auffälliger und starker Sternschnuppenschauer geht nieder. Den Höhepunkt bilden laut Gruber die Nächte vom 10. bis 12. August, zu sehen sind die Sternschnuppen aber bereits einige Tage davor und einige Tage danach. „Unter Idealbedingungen sind bei den Perseiden an die 100 Meteore pro Stunde möglich. Diese Bedingungen sind in Südtirol aber kaum anzutreffen. Trotzdem: Dieses Jahr herrscht zur Zeit der Perseiden Neumond, somit sind die Bedingungen besser als andere Jahre. In der Stadt kann man mit ungefähr einer Sternschnuppe alle 10 Minuten rechnen, im ländlichen Bereich sogar mit einer pro Minute. Daher gilt die Devise: Wer viele Sternschnuppen sehen möchte, muss raus aus der Stadt in eine lichtarme Gegend, empfiehlt Gruber.

Perseiden 2018: Wo und wann sind sie am besten zu sehen?

Die Perseiden tauchen im Sternbild Perseus auf, das zu dieser Jahreszeit in nordöstlicher Richtung am Himmel steht. Dort liegt der scheinbare Ausgangspunkt der Perseidenmeteore, der sogenannte Radiant. Ein optimaler Ort für die Sichtung der Sternschnuppen bietet einen freien Blick dorthin.

Den besten Blick auf die Perseiden hat man übrigens nach Mitternacht, erklärt Gruber. Zwischen zwei und vier Uhr nachts, wenn es am dunkelsten ist, sind die Bedingungen optimal. 

Sternschnuppen: Nacht der offenen Tür am 11. August in Gummer

Das Planetarium Südtirol und die Sternwarte „Max Valier“ in Gummer widmen anlässlich der Lorenzinacht am Samstag, 11. August dem Thema Sternschnuppen einen Tag und eine Nacht der offenen Tür.

Sondervorführungen im Planetarium Südtirol

Wie sehen Sternschnuppen im Detail aus? Was unterscheidet sie von einem Kometen? Und was hat der griechische Held Perseus mit den Sternschnuppen zu tun? All das können die Gäste des Planetarium Südtirol bei den Sondervorführungen am 11. August um 16, 17 und 18 Uhr in deutscher Sprache und um 16.30, 17.30 und 18.30 Uhr in italienischer Sprache erfahren.

Himmelsbeobachtungen in der Sternwarte „Max Valier“

Die Amateurastronomen öffnen von 20.30 bis 24 Uhr die Sternwarte Max Valier zu einer Nacht der offenen Tür, bei der die Besucher den Nachthimmel beobachten, die Sternbilder erkennen, die Planeten entdecken und die Sternschnuppen erwischen können.

Die Eintritte ins Planetarium und in die Sternwarte sind kostenlos. Eine Reservierung für das Planetarium ist aufgrund des begrenzten Sitzplatzkontingentes jedoch unbedingt erforderlich, und zwar online unter www.plantarium.bz.it, per E-Mail an [email protected] oder per Telefon 0471 610020.

stol/vs

 

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