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Artikel vom Dienstag, 21. Mai 2019

Ex-Reatto-Kaserne in Brixen: Ja zu Tauschvertrag

Nach der symbolischen Schlüsselübergabe für die ehemalige Reatto-Kaserne durch den italienischen Verteidigungsminister an den Landeshauptmann hat die Landesregierung am Dienstag auf Vorschlag des Landesrats für Hochbau und Vermögen ihre Zustimmung zum Abschluss des entsprechenden Tauschvertrags zwischen Staat und Land gegeben.

Foto: shutterstock

Der Staat verkauft über die Agentur für Staatsgüter die Gebäude und die zum ehemaligen Militärareal in der Dante-Straße 17 in Brixen gehörenden Flächen an das Land. Im Gegenzug baut das Land ein neues Wohngebäude für das Herr.

Die Liegenschaften haben einen Wert von 11,66 Millionen Euro. Gemäß der ersten beiden Programmabkommen zum Einvernehmensprotokoll zwischen Staat und Land zum Tausch von Militärliegenschaften hat das Land bereits Arbeiten für diesen Betrag abgeschlossen.

Gegenstand des Tauschvertrags sind drei Wohngebäude mit insgesamt 23.700 Kubikmetern und das dazugehörige 8147 Quadratmeter große Grundstück. Im ältesten der Gebäude sind 13 Wohnungen und ein Gästehaus untergebracht. In den beiden anderen neu errichteten Wohngebäuden befinden sich fünf bzw. acht Wohnungen mit jeweils 130 Quadratmetern Fläche.

„Es ist eine Win-Win-Situation, die Staat und Land Vorteile bringt, aber auch der Gemeinde und den Bürger von Brixen, denen nun eine wichtige Fläche in der Stadt zurückgegeben wird“, sagt der Landesrat für Hochbau und Vermögen. Wofür die Liegenschaft künftig genutzt wird, lotet eine Arbeitsgruppe aus, die auch ein Gutachten der Gemeinde einholt. Eine der Nutzungsmöglichkeiten wäre der soziale Wohnbau. Das Wohnbauinstitut Wobi könnte einen Teil der gut erhaltenen Gebäude für jene Familien bereitstellen, die auf eine Unterkunft warten.

Das 2007 unterzeichnete Einvernehmensprotokoll zwischen Staat und Land zur Übernahme von Militärliegenschaften durch das Land hat einen Gesamtwert von 430 Millionen Euro. Auf der Grundlage des Abkommens hat der Staat dem Land Südtirol bereits die ehemaligen Kasernen Mercanti in Eppan, Schenoni in Brixen und Verdone in Vahrn im Tausch gegen Arbeiten an Liegenschaften des Militärs übergeben. Eine Reihe von Einrichtungen des Militärs in Südtirol wurde aufgewertet und neu genutzt. 

lpa

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