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Artikel vom Montag, 22. Juli 2019

Grüne für Gehaltsanpassung und Ausrufung des Klimanotstandes

Der Nachtragshaushalt ist für die Grünen ein Anlass, zwei Forderungen zu vertiefen, die zwei Grüne Hauptthemen der Legislaturperiode betreffen: das Klima und die Arbeit. Die Anliegen der Grünen hierzu wurden am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt.

Die beiden Landtagsabgeordneten Hanspeter Staffler und Brigitte Foppa bei der Pressekonferenz am Montag.

Die beiden Landtagsabgeordneten Hanspeter Staffler und Brigitte Foppa bei der Pressekonferenz am Montag.

Südtirol solle laut den Grünen in Sachen Klimaschutz eine Vorreiterrolle in Italien anstreben und - so wie es das Bundesland Vorarlberg kürzlich getan hat - den Klimanotstand ausrufen.  Man dürfe keine Zeit mehr verlieren, das zeigten die immer extremer werdenden Klimaereignisse wie trockene Winter, sturmartige Gewittern, plötzliche Temperaturabfälle, heftige Windböen usw.

Laut den Grünen dürfe nicht zugelassen werden, dass die Temperaturen weiterhin steigen. Es gehe um das Überleben unseres gesamten Planeten und Südtirol könne und müsse einen Beitrag leisten. Bereits 2011 hat die Landesregierung einen Klimaplan verabschiedet, der bis 2050 umgesetzt werden soll und Ziele sowie Maßnahmen für eine nachhaltige Entwicklung Südtirols beinhaltet.

Eine Strategie und ein Aktionsplan liegen also zum Großteil bereits vor. Die Zeitpläne und Zielvorgaben seien jedoch nicht mehr angemessen, meinen die Grünen. 2050 liege zu weit entfernt, die festgelegten Ziele seien nicht ausreichend ambitioniert und entsprächen nicht den in Paris getroffenen Entscheidungen (nach dem IPCC muss bis 2050 der klimatische Fußabdruck 0 Tonnen CO2 pro Person betragen, unser derzeitiger Plan sieht hingegen einen Fußabdruck von 1,5 Tonnen CO2 pro Person vor).

Es sei an der Zeit, den Plan aus dem Jahr 2011 zu überarbeiten und an die sich schnell wandelnde Situation anzupassen.

Gehaltsanpassungen angemessen

Die Bediensteten des Landes und der öffentlichen Körperschaften, die vom Land abhängig sind, sollen laut einer weiteren Forderung der Grünen ein höheres Grundgehalt bekommen, welches sich am Wertschöpfungswert der Volkswirtschaft 2015-2019 orientiere und somit bei mehr als 5 Prozent liege. 

Die Forderung nach der Gehaltserhöhung wird auch von Paul Köllensperger (TeamK), Sven Knoll (Süd-Tiroler Freiheit), Andreas Leiter Reber (Freiheitliche), Diego Nicolini (5-Sterne-Bewegung) und Sandro Repetto (PD) mitgetragen.

stol

 

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