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Artikel vom Sonntag, 19. Mai 2019

Causa Strache: Kontakt soll nach Ibiza-Treffen weitergelaufen sein

Nach dem Treffen von Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und Ex-Klubobmann Johann Gudenus mit der vermeintlichen russischen Investorin und deren Vertrauten in Ibiza 2017 soll es laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung noch weitere Treffen zwischen Gudenus und dem Mann gegeben haben. Das würden Audio-Aufnahmen, die der SZ und dem Spiegel vorliegen belegen, so der Bericht.

Heinz-Christian Strache

Heinz-Christian Strache - Foto: APA

Diese Treffen dürften in Wien stattgefunden haben, schreibt die Zeitung. Auf Anfrage habe sich Gudenus dazu vorerst nicht geäußert. Bei einem dieser Treffen Ende August haben Gudenus und der Mann laut SZ darüber gesprochen, dass Ibiza nicht so lief wie erhofft.

„Sie war relativ angepisst“, sagt demnach der Vertraute über die angebliche Investorin. Jetzt aber gehe es darum, weiterzumachen. Bei den Treffen soll es erneut um mögliche Deals zwischen den beiden Seiten gegangen sein.

Der Mann sagte, die Russin brauche eine „Geste des guten Willens“. Gudenus und Strache sollten ihr „Zuversicht geben hinsichtlich dieser Strabag-Geschichte, was da auf Ibiza diskutiert wurde“. Vorgeschlagen wurde demnach, dass die FPÖ am 4. September 2017, wenige Tage nach einem der beiden Treffen in Wien, eine ganz bestimmte Pressemitteilung auf dem Nachrichtenportal OTS veröffentlichen soll. Gegenstand dieser OTS sollte Strabag-Miteigentümer Hans Peter Haselsteiner sein.

Am 4. September habe dann Gudenus von seiner offiziellen FPÖ-E-Mail-Adresse tatsächlich ein E-Mail an den Vertrauten der Russin geschickt, diese liege SZ und Spiegel ebenfalls vor. Inhalt der E-Mail war der gewünschte Text und auch ein Link auf die entsprechende OTS, die es auch tatsächlich gab.

Diese OTS ist nach wie vor abrufbar, der Titel lautet „Auch Haselsteiner soll seine Polit-Netzwerke offenlegen“. Gefordert wird dies vom Wiener FPÖ-Landesparteisekretär und Stadtrat Toni Mahdalik. Die „politischen Seilschaften Haselsteiners“ müssten „noch vor den Wahlen“ transparent gemacht werden, forderte Mahdalik damals vor der anstehenden Nationalratswahl.

Bei einem zweiten mitgeschnittenen Treffen Ende August soll sogar die Möglichkeit einer weiteren Zusammenkunft mit der Frau diskutiert worden sein. Gekommen ist es dazu aber letztendlich offenbar nicht, schreibt die SZ.

Mahdalik betonte am Sonntag auf APA-Anfrage, dass diese Aussendung keineswegs eine Auftragsarbeit für Gudenus oder jemand anderen gewesen sei, es habe ihn niemand dazu aufgefordert. Wirklich erinnern könne er sich zwar nicht mehr, aber er dürfte sich damals als Landesparteisekretär der FPÖ, und damit als „Mann fürs Grobe“, gegen Haselsteiner als NEOS-Financier gewandt haben.

Auch die Autorenkürzelzeile „wer/zah/lts/chaf/ft/an“ in der Aussendung beziehe sich nicht auf russische Oligarchen, sondern auf Haselsteiner. Solche humorigen Botschaften habe er in Aussendungen immer wieder platziert.

apa

Walter Bamer, Bozen

Lieber Roman, die Flucht in die Opferrolle funktioniert leider nicht. Dasselbe haben Strache und CO auch versucht. Es geht nicht um den Spiegel, sondern um das Fehlverhalten von korrupten Politikern. Wie die SZ schreibt: die Politiker wurden nicht reingelegt, sie wurden entlarvt.

20.05.2019 06:40 Uhr

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Walter Bamer, Bozen

Lieber Roman, die Flucht in die Opferrolle funktioniert leider nicht. Dasselbe haben Sprache und CO auch versucht. Es geht nicht um den Spiegel, sondern um das Fehlverhalten von korrupten Politikern. Wie die SZ schreibt: die Politiker wurden nicht reingelegt, sie wurden entlarvt.

20.05.2019 06:38 Uhr

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Stefan Laner, Mühlwald

Wieso sollte man nur 2 Blümchen plücken, wenn wir die Zaunwinde doch komplett aussreissen könnten. Sonst wächst sie einfach weiter und nächstes Jahr ist sie noch stärker. Mir hat sie schon 2 Sträucher erdrosselt.

19.05.2019 23:26 Uhr

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Roman Planker, Wolkenstein

Ich würde in diesem Fall nicht mehr Benzin ins Feuer giessen. Der Spiegel, der diesen Fall ins Rollen führte, braucht dringend mehr Leser nach den hauseigenen Skandalen mit den erfundenen Reportagen der preisgekrönten Journalisten. Trotz allem haben es die Deutschen vielleicht geschafft, Einfluss auf die Europa Wahlen zu nehmen. Es bleibt spannend...

19.05.2019 23:15 Uhr

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hermann zanier, Meran

Soweit zum Thema Bananen-Republik .... Es hat sich heraus gestellt, dass Herr Benko in der Geschichte auch eine gewisse Rolle spielt: was sagen seine Gönner hierzulande dazu?

19.05.2019 21:57 Uhr

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Walter Bamer, Bozen

Wo sind sie jetzt - die ganzen Trolle...? P. Stern, Mon.Thum, Klaudia/o... hat es euch die Sprache verschlagen?

19.05.2019 21:54 Uhr

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Stefan Laner, Mühlwald

Nazis gehören raus aus Europa.

19.05.2019 21:07 Uhr

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7 Kommentare

 

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