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Artikel vom Donnerstag, 27. Juni 2019

Salvini attackiert Schiffskapitänin von Sea-Watch-Schiff

Die 42 Migranten des Rettungsschiffes „Sea-Watch 3”, das sich seit Mittwoch eine halbe Seemeile vor dem Hafen der süditalienischen Insel Lampedusa befindet, haben die Nacht an Bord verbracht. Italiens Innenminister Matteo Salvini verweigerte die Landegenehmigung und attackierte die deutsche Kapitänin Carola Rackete.

Der Kapitänin droht in Italien eine Geldstrafe und eine Klage. - Foto: APA (AFP)

Der Kapitänin droht in Italien eine Geldstrafe und eine Klage. - Foto: APA (AFP)

„Die Schiffskapitänin, Heldin der Linken, soll ehrenamtlich in Deutschland helfen, statt 42 Menschen zwei Wochen lang als Geiseln zu nehmen“, sagte Salvini in einem TV-Interview am Mittwochabend. Der Kapitänin droht in Italien eine Geldstrafe von 50.000 Euro und eine Klage wegen Beihilfe zur Schlepperei. Das Schiff soll konfisziert werden. (STOL hat berichtet)

Wie es mit den Migranten an Bord der „Sea-Watch 3” weitergehen soll, ist fraglich. Salvini machte Druck auf die deutsche und die niederländische Regierung zur Aufnahme der Migranten. Das Schiff der deutschen NGO „Sea Watch” ist unter niederländischer Flagge unterwegs. Er erwarte sich von Europa eine Lösung, sagte Salvini auf Facebook. „Lampedusa braucht zahlende Touristen, nicht illegale Migranten, die Italien versorgen muss”, sagte der Chef der rechten Regierungspartei Lega.

Die oppositionelle Demokratische Partei (PD) kündigte die Entsendung einiger Parlamentarier nach Lampedusa an. Sie sollen die Beachtung der Menschenrechte überwachen. Menschenrechtsorganisationen fordern die sofortige Ausschiffung der Migranten.

Indes trafen am frühen Donnerstag zehn Migranten an Bord eines Bootes auf Lampedusa ein. Bei ihnen handelt es sich um Tunesier, darunter eine Frau und ein Minderjähriger. Unzählige kleinere Migrantenboote sind zuletzt in Süditalien eingetroffen, während Italien weiterhin seine Politik der „geschlossenen Häfen” für private Rettungsschiffe betreibt.

apa

Stefan Laner, Mühlwald

Lieber Herr Plant! Wir können den Wahnsinn stoppen, indem wir zu unseren Rüstungsindustrieen gehen, und denen Ihre gepanzerten Autos in den Hintern schieben, damit sie keine Waffen mehr an Diktatoren und Kriegstreiber in Afrika schicken. Oder indem wir aufhören unseren ganzen Giftmüll nach Afrika zu verschiffen. Wer hat denn etwa das HIV- Virus so schön verbreiten lassen in Afrika, weil er mit Poliomyelitis herumexperimentiert hat, oder wer hat denn Atomtests in Afrika gemacht, oder wer trägt Afrikas Diamantenketten? Oder wer fährt mit Afrikas Öl und benützt Katalysatoren? Afrika wird von uns einerseits ständig ausgebeutet, andererseits als Müllkippe verwendet, und zu guter Letzt auch noch als rückständig und kriminell bezeichnet. Aber wir hier sind ja sooo super abgehoben und unsere Kultur beraubt andere gerne aus Tradition heraus. Lieber Herr Plant, würden Sie, wären Sie ein "Retter auf See", so wie die "Freiwilligen Retter in den Bergen" sicheren Abstand halten und zuschauen, bis das Schlauchboot auf hoher See vollläuft und die Leute darauf schon dabei sind zu ertrinken? Und erst losfahren, wenn der erste Tote im Wasser liegt? Wenn ein Schiffskapitän abschätzt, dass ein Boot sicher nicht mehr eigenständig anlanden können wird, dann ist es seine Pflicht nicht ab zu warten, bis es gekäntert ist, sondern sofort ein zu schreiten.

08.07.2019 09:01 Uhr

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Christian Plant, Hamburg

Wir müssen den Wahnsinn endlich stoppen. Wir können nicht unbegrenzt Menschen aus anderen Kulturen aufnehmen und alimentieren. Salvini setzt richtige Zeichen, zumal die meisten Flüchtlinge ja direkt vor der afrikanischen Küste an Bord geholt werden und somit ist der Tatbestand der Schlepperei mehr als gegeben.

30.06.2019 10:27 Uhr

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Elmar Thaler, Tramin

@ Scheidenegger schöne Worte, die Realität ist eine andere!

28.06.2019 09:08 Uhr

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Christoph Scheidegger, Hersiwil Schweiz

Herr Thaler, Sie haben Recht. Die Schweiz ist ein wohlhabendes Land und könnte sich die Aufnahme von ein paar hundert Flüchtlingen mehr durchaus leisten, zumal die Schweiz ihren Wohlstand zu einem grossen Teil französischen Flüchtlingen, den Hugenotten, aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts zu verdanken hat. Denn ohne diese Flüchtlinge gäbe es keine Schweizer Uhrenindustrie, keine Rolex, keine Omega, keine Patek Philippe und wie all die Nobelmarken heissen. Französische Flüchtlinge haben uns Schweizern die Uhrenmacherkunst beigebracht. - Sie sehen: Flüchtlinge aufzunehmen kann für ein Land auch eine Chance sein...

27.06.2019 16:01 Uhr

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Elmar Thaler, Tramin

Sie haben Recht Hr. Scheidegger, Salvini ist ein Großmaul. Es wäre besser wenn die Flüchtlinge kleinlaut ohne großes Aufsehen von der Schweiz aufgenommen würden! Ist doch eine gute Idee oder?

27.06.2019 11:11 Uhr

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Christoph Scheidegger, Hersiwil Schweiz

Grossmaul Salvini macht bei seinen Wählern einmal mehr auf Wahlkampf!!!

27.06.2019 10:56 Uhr

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6 Kommentare

 

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