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Artikel vom Dienstag, 21. Mai 2019

Van der Bellen: „Wenden Sie sich nicht angewidert von der Politik ab“

Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat sich am Dienstagabend in einer Ansprache an Österreich und auch an seine Politiker gewandt.

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Alexander Van der Bellen wandte sich am Dienstagabend an die österreichische Nation.

Alexander Van der Bellen wandte sich am Dienstagabend an die österreichische Nation. - Foto: APA

Mit Blick auf die kommenden Tage appellierte Van der Bellen erneut an die staatspolitische Verantwortung der Politiker und Parteien des Landes. „Denken Sie jetzt bitte nicht daran, was Sie für ihre Partei kurzfristig herausholen können, sondern denken Sie daran, was Sie für Österreich tun können“, sagte der Bundespräsident. „Fragen Sie nicht ‚Hilft es mir bei der Wahl‘, sondern fragen Sie ‚Hilft es Österreich‘?“

Der Appell erinnert an ein bekanntes Zitat des ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy, der einst sagte: „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann. Frage, was du für dein Land tun kannst.“

Bereits vor seiner Ansprache hatte Van der Bellen angekündigt, die Entlassung Kickls zu unterstützen. Auch dem Wunsch der übrigen FPÖ-Minister, die als Folge dieser Entlassung ihre Rücktritte angekündigt hatten, wolle er entsprechen (STOL hat berichtet).

Neue Details sprach der Bundespräsident in seiner Rede am Dienstagabend nicht an.

Er startete jedoch einen Aufruf an die Bevölkerung: „Ich bitte Sie: Wenden Sie sich nicht angewidert von der Politik ab.“ Und weiter: „Meine Damen und Herren, nur Mut und etwas Zuversicht, wir kriegen das schon wieder hin.“

Zudem entschuldigte sich Van der Bellen für das Bild, das „die Politik gerade hinterlassen hat“. „Wir alle haben ein Sittenbild gesehen, das Grenzen zutiefst verletzt, ein Bild der Respektlosigkeit, des Vertrauensbruchs und der politischen Verwahrlosung.“ Ein gutes Vorbild zeige Anstand aus einer inneren Überzeugung heraus.

Auch nutzte er - wie schon Bundeskanzler Sebastian Kurz zuvor - den Moment, um erneut an die Europawahlen am Sonntag zu erinnern und zum Wahlgang aufzurufen.

Zuletzt fand der Bundespräsident noch beruhigende Worte: „Wir kriegen das schon hin. Wir haben es in der Vergangenheit auch schon geschafft, das ist im besten Sinne Österreichisch.“

stol/liz/dpa

 

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