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Artikel vom Freitag, 7. Dezember 2018

Beratungsring veröffentlicht Nachschlagewerk

Der Apfelbauer muss die Lebensweise von Krankheitserregern und Schädlingen vom Apfel genau kennen. Nur dann kann er punktgenau und nachhaltig auf einen eventuellen Befall reagieren. Daher veröffentlicht der Südtiroler Beratungsring für Obst- und Weinbau dieser Tage die Broschüre „Apfel, Krankheit & Schädlinge“ über die Biologie von Krankheiten und Schädlingen im Apfelanbau.

Der Apfelwickler: einer der bedeutendsten Schädlinge im Apfelanbau. - Foto: Beratungsring

Der Apfelwickler: einer der bedeutendsten Schädlinge im Apfelanbau. - Foto: Beratungsring

„Unsere Obstbauern müssen die Lebensweise von Krankheiten und Schädlingen gut kennen, damit sie vorbeugende Maßnahmen gegen diese treffen und Pflanzenschutzbehandlungen gezielt durchführen können“, erklärt Robert Wiedmer, Ringkoordinator und Bereichsleiter Obstbau. Daher sei es dem Südtiroler Beratungsring ein großes Anliegen gewesen, ein Nachschlagewerk über Krankheiten und Schädlinge im Apfelanbau zu veröffentlichen. „Unsere neue Broschüre ist die Ergänzung zum jährlich herausgegebenen Anbauleitfaden, in dem wir den Apfelproduzenten Maßnahmen und Pflanzenschutzbehandlungen gegen Krankheits- oder Schädlingsbefall empfehlen“, so Wiedmer weiter.

Der Leitfaden und die Broschüre sind als Gesamtkonzept zu verstehen: Der Leitfaden enthält Praxisempfehlungen, die Broschüre hingegen das entsprechende Hintergrundwissen zu Biologie und Lebensweise. Ein wichtiges Beispiel ist der Schorfpilz, einer der bedeutendsten Krankheitserreger im Apfelanbau: Der Obstbauer muss hierzu wissen, dass es nur 0,1 mm Niederschlag und erstes Blattgrün benötigt, dass es im Frühjahr zu Schorfinfektionen kommen kann. Nur dann kann er die Apfelbäume rechtzeitig und mittels richtiger Maßnahmen vor einer Infektion schützen.

Ein vom Schorfpilz befallener Apfel. - Foto: Beratungsring

Der Apfelbauer sollte auch die Entwicklungsstadien des Apfelwicklers kennen, eines der Hauptschädlinge des Apfels. Dann kann er nämlich im richtigen Moment eingreifen, um Schäden an seinen Äpfeln zu vermeiden.

Die Informationen in der Broschüre gehen allerdings noch weiter: Der Leser lernt Risikofaktoren für den Befall einzelner Krankheiten und Schädlinge, aber auch Nützlinge und Gegenspieler von Schadorganismen kennen. Außerdem erhält er Informationen, wie er Krankheiten und Schädlinge am besten überwacht und kontrolliert, etwa mittels spezieller Köderfallen oder einfach durch visuelle Kontrollen auf den Bäumen oder Früchten. Reichlich Bildmaterial zeigt Schad- und Befallsbilder sowie deren Urheber. Das Kapitel Begriffserklärung rundet den Inhalt der insgesamt 165 Seiten starken Broschüre ab.

„Nicht nur für Obstbauern, sondern auch für Schüler und Studenten kann unsere neue Broschüre interessant sein“, sagt Robert Wiedmer. Dieser Tage erhalten die Mitglieder des Beratungsrings die Broschüre per Post.

stol

 

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