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Artikel vom Mittwoch, 12. Juni 2019

Kollektivvertrag: Verhandlungen laufen

Ab 9 Uhr früh saßen sich am Mittwoch die Gewerkschaften der rund 42.000 öffentlich Bediensteten und die öffentliche Verhandlungsdelegation im Landhaus 1 in Bozen gegenüber, um über den neuen Bereichsübergreifenden Kollektivvertrag (BÜKV) zu verhandeln. Auf dem Tisch lag der Vorschlag des Landes, ein Paket von insgesamt 6 Maßnahmen.

Am Mittwoch setzten sich die Gewerkschaften der öffentlich Bediensteten und die öffentliche Verhandlungsdelegation an einen Tisch, um über den neuen bereichsübergreifenden Kollektivvertrag zu verhandeln.

Am Mittwoch setzten sich die Gewerkschaften der öffentlich Bediensteten und die öffentliche Verhandlungsdelegation an einen Tisch, um über den neuen bereichsübergreifenden Kollektivvertrag zu verhandeln. - Foto: LPA

Generaldirektor Alexander Steiner bekräftigte zum Auftakt der Verhandlungsrunde erneut, dass es gesetzlich nicht möglich sei, den durch den Vertragsstopp entstandenen Kaufkraftverlust der vergangenen Jahre vollständig wett zu machen. Aus diesem Grund habe man aber ein Maßnahmenpaket erarbeitet, das „den öffentlichen Bediensteten auch in Zukunft eine angemessene Entlohnung sichern“ solle.

Neben der gesamtstaatlichen Inflationsanpassung (IPCA) von insgesamt 3,0 Prozent (0,9 Prozent für das Jahr 2019, 1 Prozent für 2020 sowie 1,1 Prozent für das Jahr 2021) wurde am Mittwoch von der öffentlichen Delegation auch der vom Landesstatistikinstitut ASTAT neu ausgearbeitete und berechnete „IPCA–Südtirol–Index“ präsentiert, der der lokalen Preisentwicklung im Lande Rechnung trägt und eine zusätzliche Lohnanpassung der Grundgehälter von 1,8 Prozent für den Dreijahreszeitraum vorsieht.

2 weitere Treffen im Juni

Neben dieser Lohnanpassung sollen künftig alle Mitarbeitenden der öffentlichen Verwaltung auch Essensgutscheine im Wert von 7 Euro pro Tag erhalten. Um die Wettbewerbsfähigkeit des öffentlichen Dienstes zu steigern, soll das Lohngefüge für Neueinsteigende in den öffentlichen Dienst verbessert werden. „Wir möchten die Gehaltsentwicklung unserer jungen Mitarbeiter so umgestalten, dass sie in der Anfangsphase ihrer Berufskarriere mehr Geld zur Verfügung haben“, erläuterte der Generaldirektor das Ansinnen des Landes.

„Wir konnten heute eine Reihe von Fragen klären und sind in unseren Gesprächen einen Schritt weitergekommen“, sagte Delegationsleiter Steiner im Anschluss an das Treffen, „weitere zwei Treffen im Juni wurden bereits vereinbart.“

lpa

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