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Artikel vom Freitag, 23. August 2019

Pinzger: „Das ist schlicht nicht fair“

Der Tourismus in Südtirol ist derzeit einigen Vorwürfen ausgesetzt: Er verursache zu viel Verkehr, es werde zu viel gebaut und Südtirol sei dabei, ein Massentourismus-Land zu werden. Man muss fair bleiben und nicht für alles dem Tourismus die Schuld in die Schuhe schieben, kontert der Präsident des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV), Manfred Pinzger.

Der HGV-Chef, Manfred Pinzger, kontert im „Dolomiten"-Interview die teils scharfe Kritik am Tourismus und plädiert für mehr Fairness.

Der HGV-Chef, Manfred Pinzger, kontert im „Dolomiten"-Interview die teils scharfe Kritik am Tourismus und plädiert für mehr Fairness. - Foto: D

„Es ist für uns nicht unbedingt angenehm, wenn zuweilen suggeriert wird, dass der Tourismus bald für sämtliche vermeintliche Missstände im Lande verantwortlich wäre“, betont Pinzger im Gespräch mit „Dolomiten“-Redakteur Arnold Sorg.  „Das ist schlicht nicht fair, und man muss sagen, dass die Berichterstattung in einigen Südtiroler Medien diesbezüglich zum Teil jeglicher objektiven Berichterstattung entbehrt.“

„Eigenes Mobilitätsverhalten hinterfragen“

Was den Verkehr anbelangt, so lasse man sich nicht als den alleinigen Verursacher der Verkehrsbelastung brandmarken, „wenn man weiß, dass der allermeiste Verkehr in Südtirol hausgemacht ist und zudem ein weiterer großer Anteil Transitverkehr ist“, so Pinzger. „Wir sind aber unbestritten Mit-Verursacher und arbeiten im Rahmen mehrerer Projekte intensiv daran, möglichst viele Gäste mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Südtirol zu bringen“, sagt der HGV-Chef. „Ich würde mir aber wünschen, dass auch die anderen Mit-Verursacher ihr eigenes Mobilitätsverhalten noch stärker hinterfragen würden.“

D/sor

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

Elmar Thaler, Tramin

@ Jud ... alles bla, bla bla ...wer beahuptet um November und April gibt es keinen Tourist weit und breit ist entweder mit Scheuklappen unterwegs oder er lügt. Probier mal an einem Wochenende im November ein Wellness-Hotel im Pustertal zu buchen! Dann wirst du sehen ob keine Toursiten da sind.Heutzutage sind diese Hotels mit Wellnessangeboten an den Wochenenden auch im November ausgebucht!!!

24.08.2019 10:22 Uhr

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Lukas Siegl, Bozen

Ein gesunder Tourismus schadet Südtirol nicht (familiäre Hotels, Ferienwohnungen, Urlaub am Bauernhof...) das Problem sind die riesen Ressorts die auf Massentourismus aus sind. – Welche früher oder später den "gesunden" Tourismus zerstören werden. Und an all jene die sich wegen des Verkehrs beschweren... Jemals daran gedacht statt dem Auto, Bus oder Bahn zu verwenden? Nein, aber für eine Umfahrungsstraße den ganzen Verkehr lahmlegen… PS. An alle die erst kürzlich am „Protestmarsch“ in Percha teilgenommen und den ganzen Verkehr praktisch lahmgelegt haben. Was müssten Dörfern im Eisacktal tun, jeden Tag Eisenbahn, Autobahn und Staatsstraße blockieren? Mal drüber nachgedacht wofür sie demonstriert haben? Wer wirklich Schuld daran ist? Was und wie viel jeder selbst zur Verkehrsproblem beitragen kann?

23.08.2019 09:54 Uhr

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Elmar Thaler, Tramin

eins ist um 10 Uhr voll und um 11 Uhr gehts wieder weiter und an anderes Thema ist ein Stau von Bruneck bis Brixen ...

23.08.2019 09:17 Uhr

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Manfred Jud, Innichen

Der Thaler hat da nicht Recht: Im November oder April ist die Pustertaler Strasse an einem Dienstag um 10 Uhr auch voll. Da ist kein Tourist weit und breit. Es bringt also nichts in einer Salvini-DiMaio-Methode einfach etwas populistisch daherzuschwafeln!!! In allererster Linie ist es unser eigenen Verkehrsverhalten das wir überdenken müssen. Die Öffis funktionieren sehr gut. Es is tnur unsere Bequemlichkeit!!!

23.08.2019 08:42 Uhr

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Elmar Thaler, Tramin

Pintzger soll nicht um den heißen Brei herumreden. Wer verstopft die Pustertalerstraße, Vinschgauerstraße und Autobahn gerade immer samstags? Der Transit, die einheimischen oder die Touristen? Ich find es gut, dass viele Touristen in unser Land kommen und vielen Menschen Arbeit und ein gutes Einkommen sichern. Aber es gibt Grenzen und besondere Situationen benötigen besondere Maßnahmen. Ein Ansatz wäre, wenn das Land ALLE mit Toruismus verbundenen Beitgräge und Beevorteilungen streicht und dem Privatwohnbau zugute kommen läßt. Beispiele: als Lizenzinhaber eines Toruistikbetriebes kann man problemlos um qualitative Erweiterung ansuchen, und sich über bestehende Baudichtevorschriften rigoros hinwegsetzen. Beim Privaten wird die Baudichte kompromisslos bis auf die zweite Kommastelle berechnet - da gibt es keine qualitative Erweiterung höchstens für Klimaschutz. Weiters können die Gemeinden problemlos Touristikzonen ausweisen - beim privaten Wohnungsbau ist das Gegenteil der Fall, da wird immer wenier ausgewiesen. Wenn nun ab sofort alle Torusimusförerdungen - beitragsmäßig und erweiterungsmäßig - (Agriturbereich, Hotelbereich usw.) abgeschafft und dem privaten und sozialen Wohnbau zugute kommen würden, wäre ein kleiner Ausgleich geschaffen, der in Zukunft auch den Handwerkern wieder zugute kommt und die Tourismuserwieterung bekäme einen kleinen Dämpfer.

23.08.2019 08:12 Uhr

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Martin Martini, Eppan Girlan

Angriff ist die beste Verteidigung! Nicht wahr, Herr Pinzger?

23.08.2019 08:04 Uhr

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6 Kommentare

 

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