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Artikel vom Mittwoch, 13. März 2019

Wohnbauförderung 2019: Nur 5 Prozent an Nicht-EU-Bürger

Ausländer bekommen alles, Einheimische nichts? Mitnichten. Von 30,3 Millionen Euro, die heuer für die Wohnbauförderung vorgesehen sind, fließen mit 1,56 Millionen nur 5,4 Prozent an Nicht-EU-Bürger. 366 Wohnungen weist das Wohnbauinstitut 2019 zu. 43 – und damit konstant jede 8. Wohnung – geht an einen Nicht-EU-Bürger.

Foto: shutterstock

Mit knapp 14.000 Wohnungen ist das Wohnbauinstitut Südtirols größter Immobilienbesitzer. Konnten im Vorjahr 326 Wohnungen zugewiesen werden, so sollen es heuer mit 366 doch einige mehr sein. „Die Mieten ziehen wieder an, weshalb der Druck, eine Sozialwohnung zu erhalten steigt“, sagt WOBI-Präsident Heiner Schweigkofler. Derzeit liegen 567 Ansuchen mit über 25 Punkten auf.

Wie viele der 366 Wohnungen an Nicht-EU-Bürger gehen, legte die Landesregierung am Dienstag anhand eines Schlüssels fest, der sich aus Bedarf und Bevölkerungsanteil ergibt. Laut Beschlussvorlage sind heuer 43 Wohneinheiten für Nicht-EU-Bürger reserviert: Das sind 12 Prozent oder – wie in den letzten Jahren auch – jede 8. Wohnung.

Maximal eine Nicht-EU-Familie pro Stiegenhaus

Wer eine WOBI-Wohnung will, muss 5 Jahre in Südtirol ansässig sein. „Auch andere Regionen haben Ansässigkeitsklauseln, doch gibt es nur bei uns eine separate Rangordnung für Nicht-EU-Bürger“, sagt Schweigkofler. Das Wohnbauinstitut ist bei der Zuweisung auf Integration bedacht – eine Ghettoisierung soll vermieden werden: In einem Stiegenhaus darf maximal eine Familie aus einem Nicht-EU-Land wohnen.

Die Landesregierung wie am Dienstag auch die Mittel für die gesamte Wohnbauförderung auf. Von 30,3 Mio. Euro entfallen 28,77 Millionen bzw. 94,66 Prozent auf in Südtirol ansässige EU-Bürger. Der bescheidene Rest von 1,56 Millionen geht an Nicht-EU-Bürger. Mit 5,44 Prozent vom Gesamtkuchen liegt der Anteil der Nicht-EU-Bürger an der gesamten Wohnbauförderung damit unter ihrem Bevölkerungsanteil.

Laut Erhebungen des Landesstatistikinstituts ASTAT waren zu Jahresende 2017 in Südtirol 527.750 Bürger ansässig. Davon waren 495.840 EU-Bürger, was einem Bevölkerungsanteil von 93,95 Prozent entspricht. Die Nicht-EU-Bürger machen mit 31.910 Personen 6,05 Prozent der Ansässigen aus.

D/bv/lpa

 

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