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Artikel vom Dienstag, 10. September 2019

E-Autos: Was halten Sie davon?

Die Autoindustrie tut inzwischen einiges für die Umstellung auf E-Antriebe – nach Meinung von Klimaschützern jedoch bei weitem nicht genug. Bei der Automesse IAA betonen unter anderem VW und der Branchenverband ihren Willen zum Wandel. Kritiker nehmen ihnen das nicht ab.

Elektro-Autos liegen bei der IAA im Trend.

Elektro-Autos liegen bei der IAA im Trend. - Foto: APA/AFP

Am Dienstag ging die IAA in ihr Vorprogramm. Vor der offiziellen Eröffnung am Donnerstag mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) suchen Hersteller und Zulieferer das Gespräch mit den Medien.

Auf dem Programm stehen unter anderem Termine bei den Herstellern VW, Daimler, BMW, Ford und Opel. Auch die großen Zulieferer Continental, Bosch, ZF und Schaeffler sind mit eigenen Veranstaltungen vertreten.

Massive Proteste

Am Montag hatte es trotz der Präsentation des neuen VW-Elektrowagens ID.3 massiven Widerstand gegen die Modellpolitik der Industrie gegeben, die derzeit vor allem SUVs verkaufen will. Diese seien schon wegen ihres Gewichts sowie Energie- und Flächenbedarfs ungeeignet, hatten Kritiker erklärt und einen Verkaufsstopp gefordert. An den beiden ersten Publikumstagen der IAA sind am Samstag und Sonntag (14. und 15. September) große Demonstrationen und Proteste geplant. Bereits am Dienstag kam es zu Demos (STOL hat berichtet).

Greenpeace bemängelt, die Autoindustrie unternehme zu wenig für den Wandel zu reinen sowie leichteren und kleineren E-Fahrzeugen. Laut einer Analyse der Umweltschutzorganisation lag die langfristig verursachte CO2-Belastung durch die zwölf größten Autohersteller 2018 über dem laufenden Treibhausgas-Ausstoß der EU. So demonstrierten Aktivisten der Umweltorganisation vor dem Messegelände gegen klimaschädliche Abgase . 

Was wünschen die Kunden? 

Daimler-Chef Ola Källenius schloss nicht aus, dass sein Konzern die strengen EU-Vorgaben zur Emission der Fahrzeugflotte im Jahr 2021 verfehlen könnte. Man habe zwar die richtigen Elektro-Fahrzeuge im Angebot, wisse aber nicht, was die Kunden tatsächlich wünschten.

Eine Verfehlung des CO2-Ziele könne er daher nicht ausschließen. Daimler werde aber auf jeden Fall wirtschaftlich rational handeln. Der Konzern plant den weiteren Aufbau von Batteriewerken in China, den USA und in Deutschland.

stol/apa/dpa

 

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