Startseite » PR Tipps und Events

Artikel vom Freitag, 13. Oktober 2017

Der rote Löwe - Ein Fußballdrama

Man muss kein Fußball-Fan sein, um im Drei-Personenstück „Der rote Löwe“ des britischen Autors Patrick Marber eine treffsichere Analyse der Gepflogenheiten unserer Gesellschaft zu finden. Aus einem Fußball-Stück wird ein menschliches Drama um Ehrgeiz und Verlust, Vertrauen und Betrug.

Der rote Löwe - Foto: Marion Bührle

Der rote Löwe - Foto: Marion Bührle

Ein Tag ohne Fußball? Nein danke! Für die drei Männer im Stück dreht sich alles ums runde Leder, Tore und Aufstieg. Der erfolglose Trainer Yates ist beim kleinen Regionalverein „Rote Löwen“ Zeugwart. Zu diesem Verein kommt auch der junge Spieler Jordan. Wer Talent auf dem Platz hat, erkennt Yates sofort, schließlich war er früher ein Profispieler. So nimmt er den jungen Jordan väterlich unter seine Fittiche, um ihn aufzubauen. Auch Kidd, der Trainer, hat ein Auge auf den hochtalentierten Spieler geworfen. Mit ihm könnte der Aufstieg des Vereins gelingen und ihn reich machen, wenn dann die hohen Transfersummen fließen.

Jordan selbst, der aus prekären Verhältnissen stammt, träumt von der großen Karriere auf dem Platz und wittert seine Chance. Er freut sich darauf zu zeigen, was er drauf hat. Und tatsächlich: plötzlich ist er der Star, den man schnell unter Vertrag nehmen muss. Schon bald muss der junge Spieler erkennen, dass man es nicht allein nach oben schafft. Der Zeugwart bietet sich ihm als Berater an, der Trainer gaukelt ihm den schnellen Aufstieg an, wenn er den Vertrag unterschreibt und man ihn dann gleich gut in die nächst höhere Klasse verkaufen kann. Zu spät merkt Jordan, dass Spieler als „Vermögenswerte“ gehandelt werden, jeder im Vorstand seinen Teil abkassiert und er selbst von allen Seiten manipuliert wurde. Es wird ihm klar, dass beim Machtspiel um Karriere, Ruhm und das große Geld sportliche Fairness nicht immer im Spiel ist.

 

Auch wer sich nicht für Fußball interessiert, wird bei Klaus Kusenbergs Inszenierung seinen Spaß haben: Der Text ist in rasanten Dialogen geschrieben, die weit über das Geschehen in der Umkleidekabine hinausreichen.

Das Gastspiel des Staatstheaters Nürnberg findet am Samstag, 4. November im Waltherhaus in Bozen, mit Beginn um 20 Uhr statt.

Karten sind im Südtiroler Kulturinstitut (Tel. 0471 313800, [email protected]), bei den Athesia Buchhandlungen und online unter ticketone.it erhältlich.

Das Gastspiel findet in Zusammenarbeit mit dem Verband der Sportvereine Südtirols und dem FC Südtirol statt.

Unterstützt wird das Gastspiel von der Unternehmerinitiative Wirtschaft und Kultur Bozen, subventioniert von der Südtiroler Landesregierung, Abteilung Deutsche Kultur.

Mehr Meldungen vom Bezirk

 

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite

zur Startseite Nicht mehr anzeigen
Verpassen Sie keine wichtigen Artikel mehrAktivieren Sie die Benachrichtigungen
AktivierenMehr Infos