Sonntag, 20. Oktober 2019

Junger Deutscher bei Freizeitunfall in den Sextner Dolomiten schwer verletzt

Ein schwerer Radunfall mit dem Mountainbike hat das Ausflugswochenende in Sexten überschattet. Bei verlockendem Herbstwetter und angenehm milden Temperaturen hatten sich am Sonntag noch zahlreiche Touristen zu einer Bergtour in die Sextner Dolomiten aufgemacht. Für Freunde des Bergradsports waren die Bedingungen geradezu ideal.

Der junge Urlauber stürzte mit seinem Mountainbike schwer. (Symbolbild)
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Der junge Urlauber stürzte mit seinem Mountainbike schwer. (Symbolbild) - Foto: © shutterstock

Es sollte ein erlebnisreicher Sonntag im Hochgebirge werden, auf den sich die deutsche Urlauberfamilie schon lange gefreut hatte. Als die Wolken am Morgen aufrissen und die Rotwand aus dem Nebelmeer emporragte war für die Gäste aus Möhnesee unweit von Dortmund klar, heute ist der Tag für eine spannende Mountainbiketour.

Das deutsche Ehepaar und ihr 13-jähriger Sohn, die am Caravan Park Sexten ihr Quartier bezogen hatten, wollten zunächst mit dem Bergradl zum Kreuzbergpass, um von dort auf die Sextner Almen zu gelangen.

Von dort hat man die schönste Aussicht auf die Sextner Dolomiten und so machten sie an der Nemesalm Rast und nahmen dort ihr Mittagessen ein. Ausgeruht und gestärkt ging es wieder aufs Radl um die Abfahrt zur Signaue in Angriff zu nehmen, um von dort wieder zurück an den Ausgangspunkt zu gelangen.

Kurz vor 16.30 Uhr ging bei der Bergrettung Sexten ein Notruf ein: Radunfall auf dem Forstweg zu den Sextner Almen oberhalb des Unteroltl-Hofes.

5 Bergretter eilten mit ihrem Geländefahrzeug von Moos aus zum Unfallort. Dort fanden sie einen regungslosen jungen 13-jährigen am Wegrand liegend, an dessen Seite seine verzweifelten Eltern harren.

Offensichtlich hatte der Jugendliche auf der rasanten Abfahrt eine Bodenwelle übersehen, dadurch die Herrschaft über sein Mountainbike verloren und war anschließend schwer gestürzt. Dabei schlug der junge Deutsche so schwer mit dem Kopf auf, dass der wenig später eintreffende Notarzt im Rettungshubschrauber Pelikan 2 neben Gesichtsverletzungen ein massives Schädel-Hirntrauma feststellte.

Der Verunglückte war bei der Bergung nicht ansprechbar - angesichts der lebensbedrohlichen Verletzungen, die der deutsche Mountainbiker bei seinem Sturz erlitten hatte, wurde die Einlieferung ins Bozner Krankenhaus angeordnet.

Anstatt die gemeinsame Familienradtour glücklich zu beenden – ihr Ziel am Sextner Campingplatz lagt nur eineinhalb Kilometer von der Unglückstelle entfernt – stand das deutsche Urlauberpaar noch am Abend unter Schock.

ct