Samstag, 21. Januar 2017

16 Tote bei Busunglück in Verona

Ein Schulurlaub in den französischen Alpen ist für eine Gruppe ungarischer Schüler und ihre Begleiter zum Verhängnis geworden. Bei einem schweren Busunfall auf der Autobahn A4 nahe Verona sind kurz nach Mitternacht 16 Personen ums Leben gekommen, 39 weitere wurden verletzt und wurden in Krankenhäuser der Gegend gebracht.

Der Bus hatte Feuer gefangen und war ausgebrannt.
Der Bus hatte Feuer gefangen und war ausgebrannt. - Foto: © APA/AFP

Der Bus, der aus Frankreich auf dem Rückweg nach Ungarn war, sei gegen den Pfeiler einer Brücke geprallt und ausgebrannt, berichtete die Polizei. Der französische Busfahrer und seine Familie seien vermutlich unter den Todesopfern, berichteten italienische Medien.

An Bord des Busses befanden sich mehrheitlich ungarische Schüler im Alter zwischen 14 und 18 Jahren. Ihre Familien wurden informiert und seien auf dem Weg nach Italien.

Rettungseinheiten berichteten von schauderhaften Szenen am Unglücksort. Die Leichen seien verkohlt, die Identifizierung der Opfer sei schwierig. Die Überlebenden seien schwer geschockt.

Der Bus fing sofort Feuer und brannte komplett aus. Foto: AFP

Sekundenschlaf möglich

Die Staatsanwaltschaft von Verona leitete eine Untersuchung ein. Nicht ausgeschlossen wird, dass der Busfahrer am Steuer eingeschlafen sein könnte. Ein Defekt des Fahrzeuges gilt auch als mögliche Ursache des Unglücks. Videoaufnahmen der Autobahngesellschaft werden geprüft.

Die Autobahn A4 zwischen zwei Ausfahrten in Verona in Richtung Venedig musste geschlossen werden, was für Verkehrsprobleme sorgte. Geprüft wird die Stabilität des Brückenpfeilers, gegen den der Bus geprallt ist.

Ungarn übernimmt Kosten

Der ungarische Außenminister Peter Szijjarto hat seine Anteilnahme für die Opfer des Busunfalls in Italien ausgedrückt.

Die ungarische Regierung werde sämtliche Kosten für den Heimtransport der Überlebenden sowie die Reisekosten jener Eltern übernehmen, die sich nach Verona begeben wollten, sagte Szijjarto am Samstagvormittag auf einer Pressekonferenz in Budapest.

In dem Unglücksbus befanden sich Schüler und Lehrer des Budapester Szinyei-Merse-Gymnasiums, wie das Portal „index.hu“ unter Berufung auf Angehörige berichtete.

apa

stol