Mittwoch, 18. April 2018

16 Tote bei Schießereien im Süden von Mexiko

Bei Gefechten zwischen mutmaßlichen Bandenmitgliedern und der Polizei im Süden von Mexiko sind 16 Menschen ums Leben gekommen. Nahe der Ortschaft Zihuatanejo eröffneten Angreifer das Feuer auf eine Polizeipatrouille, wie die Sicherheitsbehörden des Bundesstaats Guerrero am Mittwoch mitteilten. Bei der halbstündigen Schießerei wurden 10 Verdächtige getötet und ein Polizist verletzt.

Beim Schießereien kamen 16 Menschen ums Leben.
Beim Schießereien kamen 16 Menschen ums Leben. - Foto: © shutterstock

Bei einem zweiten Angriff auf eine Polizeistreife wurden 6 Beamte getötet. Mexiko leidet unter einer Welle der Gewalt. Mit mehr als 29.000 Morden war das vergangene Jahr das blutigste seit 2 Jahrzehnten. Nach der Festnahme oder Tötung mächtiger Kartellbosse toben in einigen Verbrechersyndikaten heftige Verteilungskämpfe. Zudem mischen zunehmend kleinere Banden bei Drogenschmuggel, Schutzgelderpressung und Benzinraub mit.

Die desolate Sicherheitslage dürfte auch eines der wichtigsten Themen bei der Präsidentenwahl im Sommer werden. Derzeit führt der Linkspopulist Andres Manuel Lopez Obrador in allen Umfragen mit deutlichem Abstand. Er plädiert für eine Amnestie für Gewaltverbrecher und einen Friedensprozess in Mexiko.

apa/dpa

stol