Donnerstag, 22. März 2018

2 Österreicher sterben bei Lawine an der Königsspitze

Bei einem Lawinenabgang an der Südflanke der Königsspitze im Ortlergebiet am Donnerstag sind 3 Skitourengeher aus Österreich verschüttet worden. Für 2 der Verschütteten kam jede Hilfe zu spät.

2 Verschüttete konnten an der Königsspitze nur noch tot geborgen werden. - Foto: lie
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2 Verschüttete konnten an der Königsspitze nur noch tot geborgen werden. - Foto: lie

Die Lawine ging gegen 10.40 Uhr am zweithöchsten Gipfel der Ortleralpen auf 3200 Metern Höhe ab. Augenzeugen, die den Lawinenabgang von der Suldenspitze aus beobachtet hatten, riefen die Rettungskräfte.

Im Einsatz standen die Bergretter der Finanzwache Schlanders samt Hundestaffel, die Männer der Bergrettung Sulden sowie die Rettungshubschrauber Pelikan 1 und Aiut Alpin Dolomites, die Freiwillige Feuerwehr von Sulden sowie die Notfallseelsorge und die Carabinieri. 

Opfer sollen aus Nordtirol stammen

Die Opfer sollen ersten Informationen zufolge aus Nordtirol stammen: 2 der Skitourengeher, 49 und 26 Jahre alt, konnten nur noch tot geborgen werden, eine Frau wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen geborgen und in die kardiochirurgische Intensivstation im Santa-Chiara-Krankenhaus in Trient geflogen. 

„Die drei Skitourengeher sind über den Normalweg aufgestiegen“, berichtet ein Bergretter der österreichischen Presseagentur APA. Auf dem sehr steilen und mit Schnee eingeblasenen Hang dürfte sich dann ein Schneebrett gelöst haben, das alle drei Wintersportler mitriss.

Derzeit herrscht in ganz Südtirol Lawinengefahr der Stufe 3, erheblich.

stol/apa

stol