Montag, 31. August 2020

3000 Feuerwehrleute und Hunderte helfende Hände: Danke für euren Einsatz!

Der Zivilschutzstatus hat sich normalisiert, die Unwetter-Lage und Bilanz wurde am Montag im Lagezentrum in Bozen besprochen. Fazit der Agentur für Bevölkerungsschutz: Die Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte hat hervorragend funktioniert, Wasserschutzbauten haben sich bewährt. Ein großes Danke geht an die vielen Freiwilligen aller Rettungsvereine und Feuerwehren sowie an die rund 500 Mitarbeiter des Straßendienstes, die mit vereinten Kräften Schlimmeres verhindert haben.

Unzählige Unwetter-Videos haben am vergangenen Wochenende die STOL-Redaktion erreicht. Die Feuerwehren kämpften ununterbrochen gegen die Wassermassen – mit Erfolg. Die spektakulärsten Videos der letzten beiden Tage sehen Sie hier im Video. - Foto: © stol
Vom Freitag bis Montag hatte die Freiwilligen Feuerwehren mehr als 500 Einsätze - über 3000 Feuerwehrleute und 150 Feuerwehren waren beteiligt.

Gleich 14 Freiwillige Feuerwehren mit rund 150 Feuerwehrleuten waren und sind nach dem Hochwasser in Klausen im Einsatz - jetzt vor allem bei den Aufräumarbeiten in überfluteten Kellern und Garagen. Die Arbeiten dauern an. Im Bezirk Unterland (Neumarkt und Pfatten) waren rund 50 Freiwillige Feuerwehrleute des Bezirkes Unterland vor Ort, und zwar in de Bezirkseinsatzzentrale, den Flussbeobachtungsstellen, bei den Deichwachen und als Bereitschaft. In den Bezirken Meran, Bozen, Pustertal und Wipptal hat sich die Lage am Sonntag bis zum späten Abend beruhigt. (STOL hat berichtet)

Die schweren Regenfälle am Wochenende hatten im ganzen Land ihre Spuren hinterlassen: Mehrere Einwohner von Neumarkt mussten evakuiert werden, ebenso in Klausen.

Das Wetter verbesserte sich am Montag glücklicherweise. Große Niederschlagsmengen sind laut Wetterdienst des Landes nicht mehr zu erwarten.

Situation auf Straße und Schiene

Die Brennerbahnlinie bei Klausen ist wieder offen. Aufrecht bleibt die Sperre der Linie der Pustertalbahn. Die Züge werden durch Busse ersetzt.

Auch die Brennerautobahn A22 ist wieder zweispurig befahrbar. Die Staatsstraße (SS51) zwischen Toblach und Schluderbach bei Höhlenstein sowie die Staatsstraße im Ahrntal (SS621) bei Prettau sind wieder befahrbar. Auf der Staatsstraße im Pustertal (SS49) zwischen Olang und Welsberg gibt es eine Einbahnregelung. Alle 500 Mitarbeiter des Straßendiensts waren in den vergangenen Tagen und Nächten im Einsatz.

Hochwasserschutz hat sich bewährt

Bei allen Messungen waren die Pegel der großen Fließgewässer in Südtirol am Montag unter der Warnschwelle. Die Verstärkung der Etsch-Böschungen haben sich bewährt, insbesondere in Neumarkt, wo mit 7,1 Meter der höchste jemals gemessene Hochwasserstand erreicht wurde. Das Präventionssystem funktioniert. Die Ufermauern werden in Kürze erneut überprüft.

Wälder

Für Südtirols Wälder wurden bisher keine größeren Schäden gemeldet. Mehrere Zufahrtsstraßen zu Höfen waren aufgrund von Erdrutschen auch durch Bäume verlegt und gesperrt, insbesondere im Sarntal, Villanders und Barbian. Es wurden jedoch keine größeren Eingriffe verzeichnet.

Geologen

3 Geologen des Landes waren am Sonntag im Einsatz, vor allem in Hafling, Nals und Atzwang. Derzeit sind auch 70 Meter der Böschungsmauer am Zusammenfluss von Eisack und Grödner Bach in Waidbruck unter Beobachtung.

stol