Mittwoch, 16. September 2015

367 Personen an der Grenze nach Ungarn festgenommen

Nach dem Inkrafttreten verschärfter Einwanderungsregeln hat die ungarische Polizei am Mittwoch eine erste Bilanz gezogen: Demnach wurden am Dienstag 367 Flüchtlinge bei dem Versuch festgenommen, die Grenze nach Ungarn zu überwinden.

Die ungarische Polizei greift hart durch.
Die ungarische Polizei greift hart durch.

316 von ihnen sollen sich wegen Beschädigung des Grenzzauns verantworten, die übrigen 51 wegen Verletzung der Einwanderungsregeln.

Auf die Beschädigung der Grenzanlage stehen neuerdings fünf Jahre Haft, auf den unerlaubten Grenzübertritt drei Jahre. Seit Jahresbeginn gelangten mehr als 200.000 Flüchtlinge über Ungarn in die Europäische Union, die meisten wollten nach Deutschland. Für Montag, den letzten Tag vor der Einführung der neuen Regelungen gaben die ungarischen Behörden die Zahl der eintreffenden Flüchtlinge mit 9.380 an.

Der Grenzzaun blockiert die 175 Kilometer lange Grenze zwischen Serbien und Ungarn. Am Dienstag kündigte die Regierung in Budapest an, sie werde auch die Grenze zu Rumänien teilweise mit einem Zaun abriegeln. Die neue ungarische Gesetzgebung ermöglicht auch den Einsatz der Armee an der Grenze.

apa/dpa

stol