Kanonikus Michael Gamper war nicht nur Präsident der Athesia Verlagsanstalt oder Chefredakteur der „Dolomiten“, viel mehr war er als Verteidiger seiner Heimat über die Landesgrenzen hinaus verehrt und geschätzt.Sein unermüdlicher Kampf für die Rechte der Südtiroler, für Sprache und Kultur, sein beharrliches Einfordern grundlegender Menschenrechte und der unerbittliche Widerstand gegen Faschismus, Nationalsozialismus und Unterdrückung bleibt bis heute, 60 Jahre nach seinem Tod in Erinnerung.Es ist nicht selbstverständlich, dass wir heute in Bezug auf Sprache, Kultur und Menschenrechte selbstbestimmt leben, daher ist der Todestag von Kanonikus Michal Gamper Anlass an den großen Südtiroler zu erinnern. Gedenkmesse am Vormittag (siehe Bildergalerie)Die Athesia AG gedachte Michael Gamper mit einer feierlichen Messe um 9 Uhr im Dom zu Bozen. Die Messgestaltung erfolgte durch Kanonikus Johannes Noisternigg, Vorsitzender des Athesia Beirates, die musikalische Leitung hat Domkapellmeister Tobias Chizzali. Im Anschluss an die heilige Messe fand die Kranzniederlegung am Stadtfriedhof Bozen-Oberau statt. - Foto: DLifeTagung am Nachmittag (siehe Bildergalerie)Anlässlich des 60. Todestages fand am Freitagnachmittag die vom em. Univ.-Prof. Dr. Rolf Steininger organisierte Tagung „Kanonikus Michael Gamper und seine Zeit“ im Kolpinghaus von Bozen statt. Im Rahmen der Tagung haben insgesamt sieben Referenten Programmpunkte aus dem Leben und der Zeit von Kanonikus Michael Gamper thematisiert. Univ.-Prof. Dr. Rolf Steininger leitete in die Tagung mit dem Referatstitel „Kanonikus Michael Gamper und seine Zeit“ ein.Steininger bezog sich dabei auf die Persönlichkeit Michael Gamper. „Hinc cetereos excoluimus: die faschistische Südtirolpolitik am Beispiel des Bozner Siegesdenkmals“ war der Themenschwerpunkt, den Dr. Hannes Obermair näher beleuchtete. Univ.-Prof. Dr. Federico Scarano aus Neapel zeigte mit „Mussolini e Hitler“ die verhängnisvollen Beziehungen zwischen Hitler und Mussolini für beide Nationen auf. Weiterführend nahm Ass.-Prof. Dr. Eva Pfanzelter mit „Die Option“ Stellung zu Neuorientierung der Südtiroler Gesellschaft im Nationalsozialismus.Univ.-Prof. Dr. Josef Gelmi führte diese Thematik noch weiter aus und beleuchtete unter dem Titel „Kirche und Option“ die Stellung der Kirche während der Zeit der Option. Im Rahmen des letzten Tagungspunktes ging Univ.-Prof. Dr. Steininger auf eines der Kernthemen von Kanonikus Michael Gamper ein: „Statt Selbstbestimmung Autonomie“ thematisierte das Abkommen von Karl Gruber und Alcide De Gasperi abschließend.______________________________________________Ausführliche Interviews mit Dr. Pfanzelter und Dr. Steininger über Kanonikus Michael Gamper lesen Sie in der Freitag-Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten", einen vollständigen Überblick über die Veranstaltungen gibt es in der Samstags-Ausgabe.