Dienstag, 26. Mai 2015

65 Tonnen Schmieröl bei Sterzing beschlagnahmt

Im Kampf gegen die illegale Einfuhr von Kraftstoffen ist den Beamten der Finanzwache Brixen kürzlich erneut ein großer Erfolg gelungen.

Foto: Finanzwache Brixen
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Foto: Finanzwache Brixen

Vor wenigen Tagen wurden die Beamten im Zuge der regelmäßigen Lkw-Kontrollen an der Mautstelle Sterzing auf drei Laster aus Osteuropa aufmerksam: Sie rochen stark nach Benzin.

Da die von den Lenkern vorgelegten Daten verdächtig schienen, und die vorgeschrieben Genehmigung zum Transport von gefährlichen Stoffen fehlte, schritten die Männer der Finanzwache zu einer genaueren Kontrolle über. 

Bald wurde klar, dass die Firmen, die als Empfänger angegeben waren, gar nicht existieren.

50.000 Euro Konsumsteuer nicht bezahlt

An Bord der Lkw befanden sich große Kanister mit je über 1000 Liter Fassungsvermögen, gefüllt mit lagerfertigem Schmieröl gefüllt. Insgesamt hatten die drei Lkw über 64 Tonnen des Stoffes geladen, die ins Land geschmuggelt werden sollten.

Sowohl die Laster als auch die geladene Ware wurde umgehend beschlagnahmt, die drei Fahrer, ein Lette und zwei Polen, wurden wegen unterlassener Steuerzahlung angezeigt. Sie hätten rund 50.000 Euro Konsumsteuer zahlen müssen.

Seit Oktober 2014 wurden von der Abteilung Brixen immer wieder Kontrollen an der Mautstelle durchgeführt, die zur Beschlagnahmung von über 130 Tonnen Schmieröl und sechs Lkws geführt haben. Die unterschlagene Summe für die nicht bezahlte Konsumsteuer belief sich auf rund 110.000 Euro.

Das transportierte Gut wird von kriminellen Vereinigungen vor allem zur Verdünnung von Treibstoff verwendet, der dadurch zwar billiger verkauft werden kann, aber auch von deutlich schlechterer Qualität ist.

Häufig führt der verunreinigte Treibstoff zu Schäden am Fahrzeug, die teilweise irreparabel sind.

stol

stol