Montag, 21. März 2016

7 Italienerinnen sterben in Spanien: Busfahrer wohl eingenickt

Auch 7 Italienerinnen sind unter den 13 Todesopfern des verheerenden Unfalls auf der Autobahn zwischen Valencia und Barcelona. Die Polizei in Spanien legt dem Fahrer des Unglücksbusses fahrlässige Tötung zur Last.

Foto: © APA/AFP

Beim schweren Busunglück mit 13 Toten im Nordosten Spaniens sind nach Angaben der katalanischen Regionalregierung sieben Italienerinnen ums Leben gekommen.

Medienberichten zufolge verloren bei dem Unglück Valentina Gallo (22 Jahre, aus der Toskana), Elena Maestrini (22 Jahre, aus der Toskana), Serena Saracino (22 Jahre, aus dem Piemont), Francesca Bonello (24 Jahre, aus Ligurien), Elisa Valent (24 Jahre, aus Friaul), Lucrezia Borghi (22 Jahre, aus der Toskana) und Elisa Scarascia Mugnozza (22 Jahre, aus Latium) ihr Leben.

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Foto: LaPresse

 

Bei dem Unfall in der Nähe von Tarragona seien außerdem zwei Deutsche sowie je eine Studentin aus Rumänien, Frankreich, Österreich und Usbekistan getötet worden, teilte der katalanische Innenminister Jordi Jané am Montag mit. Die Opfer seien zwischen 19 und 25 Jahre alt gewesen.

Nach Angaben der katalanischen Regionalregierung wurden am Montag noch insgesamt 24 Verletzte aus 13 verschiedenen Ländern in Krankenhäusern behandelt. Davon schwebte einer in Lebensgefahr.

Am frühen Morgen krachte der Bus in einen Pkw

Der Bus war am frühen Sonntagmorgen auf der Autobahn auf die Gegenfahrbahn geraten, mit einem anderen Personenwagen zusammengeprallt und umgestürzt. An Bord hatten sich Studenten befunden, die ein Volksfest in Valencia besucht hatten und sich auf der Rückreise nach Barcelona befanden.

Alles weist auf menschliches Versagen

Alles deute darauf hin, dass menschliches Versagen des Fahrers die Ursache des Unglücks war, sagte Jané. Die Zeitung „El País“ berichtete, vermutlich sei der 62-Jährige am Steuer eingenickt. Der Busfahrer sollte am Montag von einem Ermittlungsrichter als Beschuldigter vernommen werden.

Wie die Justizbehörden mitteilten, musste das Verhör jedoch verschoben werden, weil der Fahrer wegen einer Lungenprellung weiter im Krankenhaus behandelt wurde. Die Polizei legt ihm fahrlässige Tötung in 13 Fällen zur Last.

Viele nicht angeschnallt

Von den Studentinnen, die bei dem Unglück ums Leben kamen, seien viele nicht angeschnallt gewesen, teilte die Direktorin der spanischen Verkehrsbehörde DGT, María Seguí, mit. Sie seien bei dem Unglück aus dem Bus hinausgeschleudert worden und dabei zu Tode gekommen.

Italien reagierte bestürzt auf die Nachricht vom Tod der Studentinnen.

In Spanien legten König Felipe VI. und andere Amtsträger Schweigeminuten für die Opfer ein.

dpa

stol