Mittwoch, 07. September 2016

A22: Tödlicher Auffahrunfall im Morgengrauen - Arbeiter (55) stirbt

Am frühen Mittwochmorgen ist es auf der Südspur der Brennerautobahn zu einem Verkehrsunfall gekommen, der einen Toten und mehrere Verletzte gefordert hat. Das Todesopfer E.P. aus Orvieto (Umbrien) war 55 Jahre alt.

Der Kleinbus ist auf den Lkw am Pannenstreifen aufgefahren. - Foto: FFW Neumarkt
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Der Kleinbus ist auf den Lkw am Pannenstreifen aufgefahren. - Foto: FFW Neumarkt

Gegen 5.20 Uhr ist es auf der Brennerautobahn südlich von Bozen zu einem folgenschweren Verkehrsunfall gekommen. Auf der Südspur kurz nach der Raststätte Laimburg im Gemeindegebiet von Pfatten war ein Kleinbus auf einen Lkw aufgefahren.

Der Aufprall erfolgte auf der Normalspur. Vermutlich war der Fahrer des Kleinbusses kurz eingeschlafen. Als der Lkw-Fahrer bemerkt hatte, dass der Kleinbus auf ihn aufgefahren war, hielt er sein Schwerfahrzeug auf dem Pannenstreifen an mit dem dahinter verkeilten Kleinbus. Der Lkw-Fahrer schlug sofort Alarm.

Ein Insasse des Kleinbusses hat den Unfall nicht überlebt, vier weitere wurden teils schwer verletzt. - Foto: FFW Neumarkt

Während der Lkw-Fahrer unverletzt blieb, wurden alle fünf Insassen des Kleinbusses, allesamt Arbeiter aus Umbrien, verletzt und im Fahrzeug eingeklemmt.

Die beiden Männer auf den Rückbänken, 42 bzw. 23 Jahre alt, konnten relativ schnell aus dem Fahrzeug befreit werden und wurden beide mit Thoraxtrauma und Abschürfungen ins Bozner Krankenhaus eingeliefert.

Die drei Männer auf den vorderen Sitzbänken waren stark eingeklemmt und mussten mit hydraulischen Rettungsgeräten aus dem Fahrzeug befreit werden.

Der Fahrer, der 23-jährige L.A. aus Orvieto, wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen vom Rettungshubschrauber Pelikan 1 ins Bozner Spital geflogen.

Der 49-jährige Beifahrer wurde ebenfalls mit schweren Verletzungen im Brustkorbbereich dem Rettungsdienst für den Transport nach Bozen übergeben.

Für den dritten Passagier auf der vorderen Sitzbank, den 55-jährigen E.P. aus Orvieto, kam jede Hilfe zu spät.  

Während der Landung des Rettungshubschraubers mussten kurzzeitig beide Fahrspuren gesperrt werden. Ansonsten war die Überholspur immer befahrbar.

Der folgenschwere Unfall hatte einen Großeinsatz der Rettungskräfte zur Folge. - Foto: FFW Neumarkt

Die Landesnotrufzentrale hatte vier Rettungswagen inklusive Notarzt sowie auch den Rettungshubschrauber Pelikan 1 und die Notfallseelsorge zum Unfallort entsandt.

Im Einsatz standen auch die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr Neumarkt sowie die Straßenpolizei.

Die Aufräum- und Vermessungsarbeiten nach dem Unfall haben zu stundenlangen Verkehrsbehinderungen geführt. - Foto: DLife

Wegen des Großeinsatzes kam es zu ausgiebigen Staus im Morgenverkehr auf der Autobahn. Vorübergehend war der Stau auf der Südspur über 4 Kilometer lang. Erst gegen 10 Uhr hat sich Situation entspannt. 

stol/ds

stol