Dienstag, 12. Dezember 2017

Adans letzte Reise

Seine Geschichte berührte ganz Südtirol: Der 13-jährige Flüchtling Adan, durch Muskeldystrophie an den Rollstuhl gefesselt, starb im Oktober im Bozner Krankenhaus, nachdem er und seine Familie vergeblich eine Unterkunft in Südtirol gesucht hatten. Am Mittwoch wird er nun beerdigt.

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Eine Woche lang hatte die Kurden-Familie, die Anfang Oktober aus Schweden mit dem Zug nach Südtirol gereist war, vergeblich nach Unterkunft gesucht.

Zwar versuchten die sozialen Vereine, darunter „SOS Bozen“, die Familie unterzubringen, es gelang ihnen jedoch immer nur Nacht für Nacht. Etwa eine Woche nach der Ankunft kam es bei einem Besuch in der Quästur zu einem Unfall, bei dem Adan aus seinem Rollstuhl stürzte und ins Krankenhaus gebracht werden musste.

In der folgenden Nacht auf Sonntag, den 8. Oktober, starb der 13-Jährige an einer Infektion.

Erst über einen Monat später konnte die Autopsie vorgenommen werden, doch auch diese brachte keine genaue Todesursache ans Licht.

Am Mittwoch wird Adan nun beerdigt. Die Zeremonie wurden von den sozialen Vereinen organisiert, die sich um die Familie kümmerten.

stol

stol