Freitag, 16. September 2016

Air-Race-Pilot Hannes Arch hätte nicht fliegen dürfen

Dem vor einer Woche mit einem Hubschrauber tödlich abgestürzten Piloten Hannes Arch hätte wegen des Nachtflugverbots im Nationalpark Hohe Tauern sogar der Verlust der Pilotenlizenz gedroht.

In diesem Hubschrauberwrack fand Hannes Arch bei einem Absturz im Großglocknergebiet in der Nacht auf den vergangenen Freitag den Tod.
In diesem Hubschrauberwrack fand Hannes Arch bei einem Absturz im Großglocknergebiet in der Nacht auf den vergangenen Freitag den Tod. - Foto: © APA

Der österreichische Air-Race-Pilot Hannes Arch hat in der Nacht seines Hubschrauberabsturzes (STOL hat berichtet) vor einer Woche in Kärnten gegen ein Flugverbot verstoßen. Aus Naturschutzgründen sind im Nationalpark Hohe Tauern nämlich Flüge nach 16.00 Uhr nicht erlaubt.

Albert Kreiner, der Leiter der Abteilung 7 des Landes Kärnten, bestätigte auf APA-Anfrage einen entsprechenden Bericht der „Kleinen Zeitung“ (Freitag-Ausgabe).

„Die Elberfelder Hütte, die Arch mit Lebensmitteln beliefert hat, befindet sich in der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern. Da gelten besonders strenge Regeln“, sagte Kreiner. Ihm sei kein einziger Verstoß gegen das Nachtflugverbot bekannt, so Kreiner – denn in so einem Fall drohen hohe Strafen. „Bereits beim ersten Verstoß dagegen droht einem Piloten sogar der Verlust der Pilotenlizenz. Das ist natürlich ein kostbares Gut, weshalb sich ja auch alle daran halten.“

Arch müsse von diesem Verbot auf jeden Fall gewusst haben, so Kreiner: „Für die Erlaubnis zur Belieferung der Hütte hat Arch ja ein klassisches Behördenverfahren durchlaufen. Dabei hat er den strengen Auflagen ausdrücklich zugestimmt. Noch dazu war Arch ja ein profunder Kenner der Materie, der auch über die Regeln Bescheid gewusst hat.“

apa

stol