Mittwoch, 25. März 2015

Airbus-Absturz: Stimmenrekorder ist beschädigt

Der nach dem Absturz einer Germanwings-Maschine in den französischen Alpen gefundene Flugschreiber ist nach Behördenangaben beschädigt. Das verlautete am Mittwoch aus dem Umfeld der Ermittler.

Foto: © APA/EPA

Der Flugschreiber, bei dem es sich um den Stimmenrekorder des Airbus A320 handle, werde zur Untersuchung nach Paris gebracht. Der französische Innenminister Bernard Cazeneuve erklärte, die Black Box sei zwar beschädigt, von ihr könnten dennoch Informationen gewonnen werden.

Das Flugzeug war am gestrigen Dienstag mit 150 Menschen an Bord in Südfrankreich abgestürzt; dabei wurden vermutlich alle Insassen getötet. Der Airbus A320 war auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf aus bisher unbekannter Ursache abgestürzt.

Ist das Flugzeug in der Luft auseinandergebrochen?

Voraussichtlich noch am Mittwoch in der Früh beginnt die Arbeit für die Experten der deutschen Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung. Drei Fachleute hätten sich auf den Weg gemacht, um die Unfallstelle zu untersuchen, sagte der Sprecher der Bundesstelle, Germout Freitag, in Braunschweig. Vermutlich werden sie nach seiner Schätzung nicht vor 09.00 Uhr an der Unfallstelle ankommen.

Die deutschen Fachleute wollten gemeinsam mit den französischen Kollegen prüfen, ob alle Trümmerteile zu finden seien oder das Flugzeug möglicherweise in der Luft auseinandergebrochen sei. Bilder zeigten unzählige Trümmerteile in einer kargen Felslandschaft.

Die Vielzahl der Trümmer spreche für einen Aufschlag mit hoher Geschwindigkeit, erklärte Freitag. Voraussichtlich erst nach der Untersuchung im Laufe des Tages werden die Fachleute der Bundesstelle Bericht erstatten, kündigte Freitag an.

apa/afp/dpa/reuters

stol