Freitag, 02. September 2016

Am Santner in den Tod gestürzt: Tränen und Fassungslosigkeit

Eine Bergtour auf den Santner oberhalb von Seis hatten sich Helene Hofer (27) und Andreas Kopfsguter (25) für Donnerstag vorgenommen. Von diesem Ausflug sollten sie nicht zurückkehren. Die beiden Alpinisten stürzten in den Tod. Für die Familie Kopfsguter aus Niederdorf der zweite schwere Schicksalsschlag in diesem Jahr.

Der Santner oberhalb von Seis am Schlern
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Der Santner oberhalb von Seis am Schlern

Der Pepi-Schmuck-Gedächtnisweg gilt als anspruchsvolle Route (6+). Helene Hofer aus Brixen und Andreas Kopfsguter aus Niederdorf, zwei leidenschaftliche und erfahrene Kletterer, wollten sie am Donnerstag begehen. Am frühen Morgen brachen sie auf – und kehrten nicht wieder heim.

Nach einer Nacht, in der die Bergrettung Seis unermüdlich nach den beiden Kletterern suchte – bei Ratzes hatte man ihr Auto entdeckt –, in den Morgenstunden des Freitag dann der traurige Fund in der Santner-Nordwand: Hofer und Kopfsguter sind tot. Ersten Ermittlungen zufolge stürzten die beiden, noch immer per Seil miteinander verbunden, 200 bis 300 Meter in die Tiefe (hier gelangen Sie zum Unfallbericht).

Im März starb Sohn Christian am Schneebigen Nock

Hofer und Kopfsguter galten als erfahrene Kletterer, beide überaus sportlich. Das Klettern und die Berge waren ihre große Leidenschaft.

Für die Familie Kopfsguter aus Niederdorf ist der Tod von Sohn Andreas der bereits zweite schwere Schicksalsschlag in diesem Jahr: Am 12. März löste sich eine Lawine am Schneebigen Nock im Reintal und riss 6 Skitourengeher in den Tod. Unter den Todesopfern damals war Christian Kopfsguter, 22-jähriger Bruder des nun verunglückten Andreas.

stol

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