Mittwoch, 28. Oktober 2015

Amtsmissbrauch: Hauptverfahren für Ex-Bürgermeister Innerbichler

Der ehemalige Bürgermeister von Sand in Taufers, Helmuth Innerbichler, muss sich ab 14. Dezember in einem Hauptverfahren verantworten. Staatsanwalt Igor Secco verdächtigt Innerbichler und den damaligen Gemeindereferenten Meinhard Fuchsbrugger des Amtsmissbrauchs und der Wettbewerbsverzerrung in mehreren Fällen.

Gegen Helmuth Innerbichler wird das Hauptverfahren eröffnet.
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Gegen Helmuth Innerbichler wird das Hauptverfahren eröffnet. - Foto: © STOL

Für den Staatsanwalt liegen Interessenskonflikte zwischen den Ämtern, die die beiden bekleiden, und ihrem Engagement in Betrieben vor. Das wurde bei der Vorverhandlung am Mittwoch in Bozen klar. 

In der Anklageschrift geht es unter anderem um den Bau des Schwimmbades „Cascade“. Der Auftrag ging an eine Firma, die dann einzelne Arbeiten an Innerbichlers Firma bzw. Firmen seiner Verwandtschaft weitergegeben haben soll, glaubt der Staatsanwalt. Auch seien Ausschreibungen beeinflusst worden, so der Verdacht der Ermittler.

Innerbichler: "Habe nichts zu verbergen"

Innerbichler ist hingegen überzeugt, seine Unschuld beweisen zu können. Er hatte erklärt, sich ohne Umwege dem Hauptverfahren stellen zu wollen: „Ich möchte, dass die Vorwürfe vor den Augen der Öffentlichkeit eingehend geprüft werden. Ich habe nichts zu verbergen“, hatte er schon bei Abschluss der Ermittlungen betont.

1000 Seiten an Übersetzungen

Das war 2013: Dass es so lange bis zum Hauptverfahren dauerte, ist auf die langwierige Übersetzung der Fallakten zurückzuführen: Es handelt sich um rund 1000 Seiten.

stol/rc

stol